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1552 Jan. 14 (1553 Juli 13)—1552 Febr. 11.

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werden. Man gestehe wol, das sie privilegia hetten, aber die Stadt
hab auch ein statutum, daruf sie erpuwet stehe, nemlich das alle
burgergutere etc. inhalt des recess mit dienste und anderm verstanden
werden solten. Derwegen solten sie tun wie andere, und ist ent-
lieh beschlossen, wan der dienst vor denen ubergehe, als nemlich
vor d. Philipsenx), licent. Lersnern 1 2) und dergleichen, so solte der-
selben einer den tag 3 albus der stadt erlegen.
1554 donnerstags nach Reminiscere (Febr. 22).
Die brücken sol nit erhaben, sonder in der alten hohe ge-
lassen werden, damit obe dasjenige, so noch da stehet, erhalten
werden mochte. . . . Mit den baumeistern ist gehandlet, das sie den
bauwe zwuschen nehisten sanct Jacobstag (Juli 25), wie pitzhere
versehen und ein inventari ufrichten, so solte inen pitz uf obgmelten
tag zusamen 10 gülden gegeben werden.
1554 donnerstags nach dem heiligen ostertag (Mars 29).
Der burgermeister sol den bau der brücken als oberster bau-
meister diese wochen versehen und über acht tage weiter berat-
schlagt werden, wer ime zugegeben werde als mitbaumeister. Des
solten diesen künftigen somer iedem baumeister 20 gülden gegeben
werden 3).
1554 donnerstags nach Cantate (Apr. 26).
Die raitspersonen sollen und wollen sich beim frondienst der
gericht mit zuzesehen geprauchen lassen, also das morgen vier rats-
personen dapei seien und das volk zu arbeiten anhalten4).
Ratsprotokoll. — Über den umfangreichen Neubau der Lahnbrücke vgl.
die städtischen Baurechnungen. Die Arbeit wurde erst 1557 vollendet.

299. 1552 Febr. 11.
Äußerung des Stadtrats über die Steuerpflicht von aus-
wärtigen Gütern.
1552 donnerstags nach Dorothee.
Uf ratfrage der von Franckenperg, wie sie etlich gutere usser-
halp irer feltmark gelegen in irem geschos gehapt, welche nu ver-
kauft und aus irem geschos gezogen werden, mit begere, sie zu
unterrichten, ob sie mit dem geschoss nachfolgen mochten, ist be-
scheiden: Wan ein burger hie seshaftig etlich gutere an andern
orten gelegen unter handen gehapt, die er, wie pillich, verschoßt
hette, und dieselben gutere einem auslendigen oder usserhalb dieser
stat gesessenen verkauft wurden, so hette die stat des geschos
halben kein nachvolge.
Ratsprotokoll.

1) Wohl Dr. Philipp Pistorius Niddanus. Vgl. Strieder, Gelehrten-
geschichte 17 S. 118 Anm. *. Die Stadt stellte ihm 1553 Jan. 19 anheim, das
er, wo er hier wonen wil, burger werde.
2) Christoph Lersner. Vgl. Strieder a. a. 0. 7 S. 506.
3) Donnerstags nach Severini (Okt. 25) und an den folgenden Tagen
fanden Verhandlungen mit dem Maurer Hans von Heilbronn und dem Stadt-
maurer Klas Bauerbach über Lohnfragen und Lieferungsbedingungen statt.
4) Vgl. auch Nr. 308.
 
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