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Anhang II.
Die JVofariafssignefe cler ^Marburger Dfadfschreiber.
Die Tätigkeit der Marburger Stadt schreib er ist in der Ein-
leitung S. 42 ff. gewürdigt und es ist dabei auch ihre Wirksam-
keit als Notare berührt worden. Als Nachtrag dasu sind hier
ihre Signete in Abbildungen susammengestellt, soweit sie bis sum
Ende des 15. Jahrhunderts nachgewiesen werden konnten. Von
den ältesten bekannten Stadt Schreibern Eiermann Faber (1302
—1336)1 2), Meister Hubert (1337 -1340), Bernhard (1340—1351 ff
und Meister Ludwig (1352—1369)3 4) wissen wir nicht, ob sie
sugleich Notare gewesen sind. Von dem Kleriker und kaiser-
lichen Notar Ludewicus Ludewici von Grünberg, der swar auch
für die Stadt vielfach als Urkundenschreiber tätig gewesen1),
aber als eigentlicher Stadtschreiber nicht auftritt, ist nur eine
emsige Notariatsurkunde (1366 Juni 11, Nr. 35) bekannt. Der
erste Stadtschreiber, der sugleich als Notar nachsuweisen ist,
Johann Hott ermann5), nennt sich in den Unterschriften seiner
Notariatsinstrumente Johannes dictus Hotterman de Gotha, clericus
publicus auctoritate imperiali notarius oder deutsch Johannes ge-
nant Hotterman von Gota, ein paffe Mentzer bychstoms, eyn uffen-
bar schriber von keyserlicher gewalt, in seinem Signete (Eig. 1)
aber Johannes de Gotha. Das Signet enthält ein J, den An-
fangsbuchstaben seines Vornamens. Das älteste der von ihm
bekannten Instrumente (Klost. Hachborn 1365 Jan. 27) ist in
lateinischer Sprache abgejafit, alle übrigen deutsch (Klost. Hach-
born 1372 Juni 12, Klost. Kaldern 1372 Des. 21 und Des. 23,
DO 1375 Aug. 2 = Wyß III 1134, 1377 Febr. 28 = Nr. 16 D,
DO 1394 Febr. 8 = Wyß III1252, GR Christenberg 1396 Okt. 15,
DO 1398 Juni 15 — Wyß III 1280). In der Urkunde von 1396

1) Zu den S. 44 Antn. 2 erwähnten, von ihm geschriebenen Urkunden
sind noch die Nmnmern 5—8 der Abteilung ,, Urkunden und Akten“ nachzutragen.
2) S. 45 Anm. 6 ist nachzutragen Nr. 10 und 12. Vgl. auch Nr. 14
und 15.
3) S. 46 Anm. 1 ist noch nachzutragen Nr. 18, 22, 25 und 28.
4) Vgl. S. 46.
5) Vgl. S. 56ff.
 
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