Küch, Friedrich [Oth.]
Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg (Band 1): 1918 — Marburg, 1918

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Großes Stadtbuch Bl. 3a—4a.

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gulde sal dii stat losen vor 300 gülden. Daz gelt wart den juden
zu Frankefort* 1 11).
Wana) der burgermeister zcol unde slegeschatz vorlihet, so
sal en der burgermeister dii spise geben unde dii zcunffte beczalen
den wyn unde dii becker daz brod, unde der burgermeister rechint
der stat zwey phund heller vor dii kost unde nicht mynner odir me.
Bl. 4a [Joh. Hottermann].
Derb) herrin gesaste bedec).
Dii gulde dy dii stat gebit den herrind).
Nota. Dii stat gebit der herschafft alle jare dryhundert marg
phenge zu bede, unde darubir sal man sii nicht hohir drangen, alse
dii briffe uzwisent, dii (sii) darubir han (!), ez enwere dan etc., ut
in littera2). Dii dryhundert marg sint vorwiset, alse hernoch ge-
schriben stet.
Item den herrin zu Stephan3) 50 lib. Dii gefallen uff den
achczen dag (Jan. 13) mit werunge. Dii beschiit en meister Dytherich
zu den presencien, biiz daz sii dii herschafft wider gelosen4).
Item Syfride zum Paradise erben zu Frankefort 100 gülden,
dii beczalt man mit golde in dii alden messe zu Frankefort6)5).
Item Wygand Tagstellen zu Frankefort 100 gülden. Der
gefallen in ye dii messe funffzig gülden zu beczalne 7).
Item Wygand zu Swanowe erben 60 gülden in dii alden meße
zu Frankefort zu beczalne8).
Item Hyllen Schenken 50 marg uff den achczen dag mit
werunge, alse gewonlich ist9).
Item den herren zu Wetzflar 20 marg uff den achczen dag
mit werunge, alse genge ist10).
Item hern Heinrich Schoyben erben 10 marg uff den achczen
dag mit werunge n).
Item Gerlach Mors sone 12 gülden uff den achczen dag zu
beczalne mit golde oder werunge darvor, alse sii geldent12).

а) Das Folgende späterer Zusatz Hoiternianns. b) Vorl. dez. c) Später
von Hottermann übergeschrieben. d) den herrin später zngesetzt. e) Später
durchstrichen und mit der Bemerkung versehen: Diße gulde ist gelost von.Petir,
Syfrides son, unde ist forwertes andern luden vorschriben, alse du daz fyndes
beschriben hernoch an dem drißigesten blade6).
1) Vgl. unten die Notiz auf Bl. 34 a f. und die Urkunden von 1393 Sept. 12,
Bl. 36 b f. und 37 *f
2) Nr. 1 § 1, Nr. 6, Nr. 16 § 3.
3) Zu Mainz.
4) Vgl. Nr. 24 und 35.
5) Die Verschreibung ist nicht erhalten. Sie war durch Landgraf
Hermann auf genommen. Die Hauptsumme betrug 1200 Gulden. Vgl. unten Bl. 34a.
б) Die Ablösung erfolgte 1393. Vgl. Bl. 34a und 35a.
7) Urkundliche Nachrichten über die Aufnahme des Kapitals und über
die Ablösung fehlen.
8) Urk. von 1378 Juni 9, Nr. 49.
9) Urk. 1364 Juni 19, Nr. 28.
10) Vgl. Nr. 9, 47.
11) Urk. 1363 Mai 16, Nr. 25.
12) Vgl. unten Bl. 5b. Das Geschlecht heißt sonst Lune gen. Mor.
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