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Küch, Friedrich [Oth.]
Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg (Band 2) — Marburg, 1931

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https://doi.org/10.11588/diglit.41407#0559
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Uf donnerstag nach Vincla Petri. Anwesend die Vorigen
ohne Blankenheim. — Der Cottin seligen erben sollen in acht tagen
ein schein us der canzli brengen, das sie die anhengig gemacht
han. — Wa Vulpert Verse die versessen zinse den sichen nit us-
richten wurde, so sollen sich die vormonder in sein behusunge setzen
und weren lassen. Man sal Vulpert Versen trauen fragen, ob sie
zun sichen begere, so soln sie die vormonder inneme. — Es ist
des rats meinung, das man schriftlich oder montlich den reten
m. g. hern antrage, wie sich Herman zum Schwan wider die stat-
pflicht sperre. — Man sal Hansen Wigel vor sein statpflicht
pfenden inhalt der stadt ordenung. — Die hern scheffen wollen
sich zwuschen 8 tage bedenken der zinse halben, so die stat an die
spende und buwe der kirchen zu geben schultig ist. — Bis nehist
donnerstag wil man rotschlage von der knechte belonung.
Uf den mitwochen nach Laurentii. Anwesend die Vorigen
ohne Armbrust und Happel. — Die bevelhaber des stathelters zu
Marpurg haben burgermeister und rat daselbst von oberkeit wegen
bevolhen, den brief über das hus, so die Cottin selig der pfarkirchen
geben solt haben, welchen (1) hus die diacon verkauft, bis weitern
bescheit m. g. h. nit sigeln sollen. — Man sal die gemein graben
umb Marpurg furtan verliehen oder mit hulf zunft und gemein lut
m. g. h. receßJ) uftun. — Es ist des rats meinung, das man die
diacon furheischen sollen und mit ine rede, ob man die Sache irer
furderung halben in der gute hinlege künde. — Der schriber sal
den scheffen uf den nehisten donnerstag ein geboten (1). — Zum
nehisten donnerstag sal Schmalkalden bescheit geben, ob er den
graben entnemen wil. — Zum nehisten donnerstag sal man ein
wagenmeister setzen.
Uf donnerstag nach Assumptionis Marie. Anwesend die
Vorigen ohne Goltschmidt und Ditz, dazu Werner, Sch wöbe,
Armbrust und Hapel. — Man sal die wacht zu Marpurg nit
schwechen, besondern wa die wechter abgangen sein, ander setzen.
— Man sal die diacon bitten, das sie der usstendien zinse halben
bei der stat an die spende bestalt, gedult tragen, bis solange
Ditmar Ditz und Jacob Blankenheim ire rechnung tun1 2). Alsdan
wil man verhandeln, das sie zufriden gestalt werden. — Der orgeler3)
hat begert seiner kleidung, wie von alters. Daruf der rat be-
scheiden, man sal ime hinfurter kein cleidung geben, und dweil er
handelt und partirt, so sol er sein statpflicht wie ander bürgere
usrichten. — Henkel Becker sal sein saustal des gestangs halben zu-
machen. — Die bauemeistere sollen ein stat machen im rathuse
und der stat wogen dar henken. — Hans Wopener zum wagen-
meister anzunemen.
Uf donnerstag nach Bartholomei. Anwesend die Vorigen,
dasu Goltschmidt und Ditz. — Rat, zunft und gemein sein uber-
komen, das die fleischauer das fleisch noch der stat ordenung, wie
von alters, geben und verkeufen sollen, es (sei) dan gemest fleisch,

1) I Nr. 202 § 8 S. 280.
2) Die Kämmerer ?
3) Mathias Weidelbach. S. o. S. 534.

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