Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Hrsg.]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 66.1915-1916

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dieser Stelle Rechenschaft über das Erreichte abzu-
legen und auf das Vorhandensein dieser Bildungs-
gelegenheit vor der Öffentlichkeit hinzuweisen.

Als Erklärung für das dargebotene Abbildungs-
material mögen einige kurze Hinweise dienen:

Die anfänglichen versuche haben eine einfache
lateinische Blockschrift zum Gegenstand, die mit dem
Ouellstift geschrieben wird. Die aufs einfachste zu-

Es ist wohl klar, daß durch diese Disziplin Form-
vorstellungen geweckt und Grundsätze anerzogen
werden, die als Vorbedingung allen künstlerischen
Verstehens angesprochen werden dürfen und die
das Obligatorische dieses Unterrichts für die Studie-
renden der verschiedensten Fächer nicht nur recht-
fertigen, sondern als notwendig erscheinen lassen.
Zn weiteren Übungen mit der Rohrfeder werden



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rückgeführten Formen legen ganz von selbst die
Ausgabe nahe, alle Kunst im gefälligen Ausgleich
der Verhältnisse in der günstigen Verteilung von
Schwarz und lveiß, in der geschlossenen Führung
der Schristzeilen zu suchen, dabei immer die Deut-
lichkeit des Textes durch Betonung aller charakte-
ristischen Einzelheiten der unterschiedlichen Buch-
stabenformen wahrend.

die ursprünglichen Formen der Lateinschrift durch
das Scheiden in Grund- und Haarstriche kompliziert
und in der folgerichtigen Anwendung dieser beiden
Ausdrucksmittel das logische Denken geschärft.
Übungen in kursiver Schrift mit Groß- und Klein-
buchstaben erweitern den gewonnenen Formenkreis
nnd bezwecken im übrigen eine Verbesserung der
persönlichen Handschrift.

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