Kunstmarkt: Wochenschrift für Kenner u. Sammler — 3.1906

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DER KUNSTMARKT

umfaßt die Nummern von 1721 — 3437), auf die wir im
einzelnen nicht näher hinweisen können, dürften als die
wertvollsten und jedenfalls auch meist umstrittenen die
Briefe unserer deutschen Dichter Klopstock, Körner, La-
vater, sowie prachtvolle Briefe Lessings, Mörickes und
nicht zuletzt die Briefe Schillers gelten, die zum großen
Teil wertvolle biographische Beiträge darstellen. Der
Katalog führt allein 183 Nummern von Autogrammen auf,
die auf Schiller Bezug haben oder von ihm selbst her-
rühren. Insgesamt bringt die Versteigerung 626 Auto-
graphen von deutschen Schriftstellern, Dichtern und Ge-
lehrten, während 155 Nummern auf die Literatur Frank-
reichs entfallen. Dagegen sind die Zeugnisse für Holland,
unter denen die Spinoza-Briefe zu nennen sind, Italien

und Spanien naturgemäß weit geringer. 441 Briefe stammen
von Malern, Bildhauern, Kupferstechern des 18. Jahr-
hunderts bis zur Gegenwart, während 218 Zeugnisse von
Musikern aller Zeiten in dieser Sammlung enthalten sind,
unter denen Schreiben von Beethoven, Berlioz, Hans von
Bülow, Haydn, Mozart, Schubert und vor allem Briefe
Richard Wagners von geradezu literarhistorischem Wert
genannt werden müssen. Endlich führt der Katalog noch
an die 200 Nummern von Zeugnissen berühmter Schau-
spieler und Sänger auf. Den Schluß der Autographen-
sammlung bilden eine Reihe von köstlichen Stammbüchern,
die ebenso sehr wie die Briefe den Stolz des ehemaligen
Besitzers ausmachten, unter denen als das wertvollste
fraglos das Stammbuch Ifflands zu nennen ist.

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Anlehnung an be-

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