Lambrecht, Jutta
Das Heidelberger Kapellinventar" von 1544 (Codex Pal. Germ. 318) ; Edition u. Kommentar (Band 1) — Heidelberg: Univ.-Bibliothek, 1987

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1.2 Beschreibung der Quelle
1.2.1 Der Einband

Der Codex hat das Format 32,5 cm x 22 cm und ist in Perga-
ment eingebunden; die Rückseite des Einbandes hat eine nach innen
eingeschlagene Klappe. Bei dem Einband handelt es sich um ein Ko-
pert.1 Die Vorderseite dieses Einbandes ist in der linken oberen
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Ecke mit der Signatur versehen. Daneben steht in großer
Schrift „Gesanng-Register", darunter in kleiner Schrift „Ann
XLIIII", in der Mitte der Seite findet sich wieder die Beschrif-
tung „XLIIII". Dabei handelt es sich sicher um eine zeitgenössi-
sche Hand, weil die Jahrhundertangabe fehlt. Der Rücken der Hand-
schrift trägt die Worte: „Can [t i on um 7]
Sacrarum
F Reg ?J ist er ”.
Diese Beschriftung läßt sich nicht datieren und mit letzter Si-
cherheit ergänzen; vielleicht stammt sie aus der Zeit, als das
Register zu den Beständen der Palatina kam. über dem Eintrag auf
dem Rücken befindet sich die Signatur „318", darunter der Aufkle-
ber „Pal.Germ.318 " .
Der Einband ist in der oberen linken Ecke eingerissen und
insgesamt sehr fleckig, besonders im linken unteren Teil, was
vielleicht auf Wasser- oder Brandschäden zurückzuführen ist. Lö-
cher auf der Vorderseite, die Druckstellen auf der Rückseite ent-
sprechen, zeigen an, wo ursprünglich die Metallschließen gesessen
haben. Auch die Umschlagklappe ist mit zwei kleinen Löchern ver-
sehen, die aber mit denen auf der Titelseite nur in der waagrech-
ten, nicht in der senkrechten Linie übereinstimmen.

Beschreibung 'und Abbildung dieser Art von Einbänden bei Adolf RHEIN, Der äu-
ßere Buchschutz. Die Entwicklung des deutschen Handeinbandes in Querschnitt-
zeichnungen, in: Festschrift Ernst KYRISS ... zu seinem 80. Geburtstag ...,
Stuttgart (1%1), S.475-486, hier S.479, Abb.10. Vgl. auch Hellmuth HELWIG,
Einführung in die Einbandkunde, Stuttgart 1970, S.40f. u.u.Kap.3.1 zu f.53.
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Die Beschriftung ist nur noch zum Teil erhalten, da die Tinte stellenweise
verblichen ist.
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