Lanckoroński, Karl [Editor]
Städte Pamphyliens und Pisidiens (Band 2): Pisidien — Wien, 1892

Page: 192
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-P-

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4*-

Kolbas(s)a, P. (K6pß<wa), M. Ramsay bestimmt es nach dem Marsche des Manlius südöstlich
vom Buldur-See und hält die dort gefundenen Mo«TpsT$ für eine Korne von Kolbassa.
Dabei setzt er voraus, dass Ptolemaeus Phryg. Pisid. Kormasa und Kabal. Korbasa das-
selbe sei. Da aber Kormasa auch durch Liv. 38, 15 und Polyb. 5, 22 (Kjp^aisr) geschützt
wird, KoAßasc;— durch Münzen, bleibt die Gleichung fraglich. Ueber die falsche Heran-
ziehung von Tarbassos s. oben S. 14, 1.

(*) Kremna, XPAM., bei Gürrne gefunden von Arundel. Discov. II, S. 60; s. oben S. 161
und Inschr. 236 ff.

Panemuteichos, M., in der Umgrenzung des 14. Oqj.2 des Konstantin Porphyrogennetos
(ed. Bonn., S. 15) als 'Aveu-suier/c; zwischen Podaleia (s. Reisen in Lykien 11. S. 161) und
Sagalassos genannt. Darauf gründet Ramsay, AJA., 1888, S. 266 die Vermuthung, dass
es das Kreto(n)polis (P., Kabal.) sei,1 welches man über dem Pass Tschibuk-Boghazi
ansetzt (vergl. S. 125), und das ohne sichere Münzen ist. Inschriften CIG. 4366 u v. BCH.,
i883, S. 267.

Ariassos, XP. (Kabal.), AM., von Ramsay, AJA., 1888, S. 270 bei Gebren vermuthet.
Ramsay, AJA.. 1888, S. 267, HG., S. 420 setzt diese in den aus Inschriften
von Karamanlü und Tefni (zuletzt bei Sterret, EJ., 38 ff.) bekannt ge-
wordenen 8rj|A0i; 'OpirrfAswv, indem er aus jenen Inschriften eine grosse kaiser-
liche Domäne erschliesst, zu welcher auch 42 und 44 gehört hätten.

'PsftiaaXa^dpa, nach Ramsay, AJA., 1888, S. 270 „die Region des Salzsees".

Tymbrianassos (Aiu.ößpau.a).2 Ramsay, AJA., 1888, S. 267, HG., S. 176 hat den Xamen
auf einem Grenzstein zwischen dem Gebiete von Sagalassos (östlich) und Tymbrianassos
(westlich) gefunden und hält den heutigen Ortsnamen Einesch für einen Rest des alten.
Yergl. zu i3.

Kodrula, NM., nach Ramsay, AJA., 1888, S. 271 wegen der Ortsfolge nordöstlich vom
Kestel-See.

Aspiouffi a, j beides nach Ramsay, a. a. O., S. 272, HG., S. 416 aus cr^yj 'I-ßeiov (X.

84jßou2aßai<ov ) "Ioßuv, 'Ioyjvüv) entstanden.

Pednelissos, XPAM., von Schönborn (Ritter, S. 572) in Karabaulo (vergl. 16) angesetzt,
von Hirschfeld-Kiepert, 187g, bei Syrt (vergl. GGA., 1888, S. 588); Ramsay, AJA.,
1888, S. 272 macht gegründete Einwendungen. Vergl. oben S. 176 f.

(*) Selge, XPAM., von Daniell (Spratt, Lycia II, S. 22) bei Syrk gefunden. Siehe oben
S. 173 und lnschr. 240 ff.

Maximianu-
p o 1 i s, X.

KTYjfj.cz Ma;i|jt.ca-
v 0 u n i X £ u e

Kotenna, XM. ('E-cewsiov, vergl. S. 10 unten, auch ZEX., 1888, S. 6; Strabo 12, S. 570 Katevvsic),
bei Godena am Melas gefunden von Hirschfeld, 1875, S. 143; Ramsay, HG., S.419 weist
in später Zeit gleichzeitige Existenz von Etenna und Kotenna nach. Vergl. zu i3 und 32.

1 Ilcad, HN., S. 590 beschreibt eine Münze KpY]|Jt,ve<i)V y.a; Kepasruwv aus dem 2. oder 1. Jahrhundert v. Chr.
und erinnert, da Kerai'ten in Pisidien nicht bekannt seien, an die kretische Stadt Keraia, auf deren Münze nach S. 388
der Name mit bewahrtem Dorismus KspxiTäv heisst. So lange nicht andere Kreter in Pisidien nachgewiesen werden,
darf man, vi ie mir scheint, die mit Kremna verbundenen Kerai'ten für die Bewohner von Kretonpolis, fast gleichlau-
tend mit KspaiTöv TtiXcc, halten.

2 Vergl. in der zu i3 angeführten Grenzregulierungsinschrift zwischen Apollonia und Timbriada eine
Tis. pau.,u.a j(<I)pav.

3 Ausgeschieden als pamphvlisch 47* Primupolis, d. i. Aspendos und Side; als kilikisch ebenda weiter lip'u X.
(?-£u.v£(üv), Syrbe, Kasai; desgleichen als kilikisch 49* Korakesion, Syedra, Karallia (Ramsay, AM., 1885, S. 348),
Kolybrassos.

Amt
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