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Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 182 - 303) — Wiesbaden, 2005

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Cod. Pal. germ. 226

Hs. nicht erwähnt); Gundolf Keil, in: VL2 2 (1980), Sp. 392f. - 275*r-278*v (bis auf Kom-
pilationsvermerk 275::"v, s.o.) leer.

MM

Cod. Pal. germ. 226

Sammlung von Rezepten sowie astronomischer und medizinischer Trak-
tate

Papier • 281 Bll. • 30,9 x 21,7 • Elsaß • 1459-1469

Lagen: (I+l)2 (mit Spiegel) + VII13 (mit Bl. 3'“') + (V-l)22 + (VI+l)32c" (mit Bll. 32a*-32b*) + 20 VI267 (mit
Bll. 32d;r, 147a'v, 149a:% 160a“', 237a“') + II26,C (mit Bll. 267a*—267b*, Spiegel). Ursprüngliche Lagenanordnung
zu Beginn nach Restaurierung gestört, war wohl: (I+l)2 + (VI+1)12 + (VI-1)23 + VI32c“... Reklamanten und
Kustoden 1-23 (12v, 23v, 32c“'v, 43v, 55v, 67v, 79v, 91v, 103v, 115v, 127v, 139v, 149a*v, 160a*v, 172v, 184v, 196v, 208v,
220v, 232', 243v, 255', 267v; setzt sich fort in Cod. Pal. germ. 226a, s.d.). Foliierung des 17. Jhs.: 1-267 (Fort-
setzung in Cod. Pal. germ. 226a, s.d.), Bll. l*-3*, 32a*-32d*, 147a“', 149a::', 160a'“', 237a'“', 267a*-267c* mit mo-
derner Zählung. Wz.: Lilie auf Dreiberg mit Buchstaben MGS (Bll. l*-2*; identisch im Vorsatz von Cod. Pal.
germ. 4, 5, 21, 22, 24, 28, 30, 34, 86, 87, 89, 98, 139, 141, 143, 152, 162, 212, 222, 225, 291), ähnlich Heawood
1460 (Rom 1654); Ochsenkopf mit einkonturiger Stange mit Kreuz (identisch in Cod. Pal. germ. 119), Pic-
card 2, Typ V/321 (Süddeutschland 1465-1469). Bll. 267a“'-Hinterspiegel: moderne Papiere ohne Wz. Schrift-
raum (zum Teil mit Metallstift oder blind geritzt begrenzt): 21,2-23,6 x 12,5-15; Zeilenzahl variierend. Deutsche
Bastarda des 15. Jhs. von drei Flaupthänden (I. lr-32r; II. 33r-160r, 161r—206v, 209r-237v; III. 238r-255r) und
sieben Nachträgern (IV. 160v; V. 207r-208r; VI. 256r-258v; VII. 259r-260v; VIII. 260r; IX. 261r—263v; X. 264r-
267r). Überschriften in Rot, rote Lombarden. Rote Paragraphzeichen. Übliche Rubrizierung. Tabellen für Ka-
lender, Ostertagsberechnung, Berechnung der Mondscheindauer, Mondstellung in den Sternbildern, Plane-
tenregenten in Rot, Schwarz und Grün (lr-6v, 7V-8V, 16v, 17r, 21v-22r). 10r geozentrisches Weltbild in Rot und
Schwarz (Abb. 2), 13v, 14r und 15v Rotas zur Berechnung des Sonntagsbuchstabens, der Goldenen Zahl und der
Wochen zwischen Weihnachten und Fastnacht in roter und schwarzer Tinte, zum Teil grün koloriert. Falz-
streifen (s. Fragmente). Pergamenteinband des 17. Jhs. (römisch), Rückentitel: 226/ Liber Artis Medicinx
(17. Jh.). Farbschnitt (gelb). Gelb-grünes Kapital. Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 226.

Herkunft: Die Hs. scheint nach der Schreibsprache und dem Wasserzeichenbefund zu urteilen aus dem elsä-
ßischen Raum zu stammen. Darauf weisen auch die nachgetragenen Straßburger Spezialheiligen im Kalender lr—
8V hin. (NeuP)gebunden wurde die Hs. dann in Heidelberg, worauf die Falzverstärkungen schließen lassen
(Fragmente, s.u.). 3*r (Textlage!) Eintrag des 16. Jhs.: Das Ander Büch/ Liber Secundus (vgl. Cod. Pal. germ. 166,
2*r [Vorsatzlage!]: Das Erst Büch/ Liber Primus und Cod. Pal. germ. 145, 6*r [Textlage]: Das drit Buch/ Uber
tertius). Vermutlich war der Band im 16./17. Jh. im selben Besitz, wie Cod. Pal. germ. 145 und Cod. Pal.
germ. 166.

Schreibsprache: niederalemannisch.

Literatur: Bartsch, Nr. 122; Wilken, S. 388; Strauss, S. 70-73 (Sigle Hb). Weitere Lit., die die Hs. nur summa-
risch beschreibt, ist bei den einzelnen Teilen genannt.

lr-267r SAMMLUNG VON REZEPTEN SOWIE ASTRONOMISCHER UND ME-
DIZINISCHER TRAKTATE.

(1. lr-8v) Kalender für das Jahr 1458 (1. Januar Tagesbuchstabe A, Sonntag). Am unteren
Blattrand Cisiojanus zum entsprechenden Monat (vgl. Arne Holtdorf, in: VL2 1 [1978],
Sp. 1285-1289). Der Kalender wurde sekundär durch Überklebung bestimmter Festtage
auf das Jahr 1521 ‘umgestellt’ (Ostern am 31. März). Die Spuren von früheren Überkle-
bungen mithilfe von Wachs durch grüne Abdrucke zwischen 2. Februar und 19. Juni

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