Universitätsbibliothek Heidelberg [Editor]; Miller, Matthias [Oth.]; Zimmermann, Karin [Oth.]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 304 - 495) — Wiesbaden, 2007

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Cod. Pal. germ. 305

sondern gab etwas einem Kind des Jörg Mayr, Schneider, das nach dem Verzehr schwer
erkrankte (25. Oktober 1539); (194 r) Jörg Renner, Lechmeister, macht vier große Truhen,
in denen in St. Moritz und Unserer lieben Frau Almosen für die studierenden knaben und
schülen sowie für die Armen im Spital gesammelt werden sollen (29. September 1539); auf
den Augsburger Toren (Wertacbbrucker thor, Viscberthörlin, Steffingerthörlin, Olblat-
terthörlin, Jacoberthor, Vogelthor, Rott thor, Schwigbogenthörlin, Gögginger thor, Klen-
ckenthörlin) werden Glocken aufgehängt, die von den Wächtern alle Stunde geschlagen
werden sollen. Das Stundenblasen mit einem Horn entfällt (1540); an St. Anna wird erst-
mals eine schlagende Uhr angebracht (1539); (194 v) Cristoff Schwartz, Weber, heiratet eine
Näherin (1538). - 196'- r-198* v leer.

MM

Cod. Pal. germ. 305

Nicolaes van Kinschot: Oratio panegyrica, dt. • Wernher von Saulheim:
Bericht über die Stiftung des Klosters Klarenthal

Papier • 116 Bll. • 26,5 x 18,9 • Heidelberg • 1601

Lagen: (VI-1) 8 (mit Spiegel = 2 Bll., Bl. 1*) + 4 VI 56 + VII 68 (mit Bl. 56a und einem angeklebten Bl. an Bl. 63) +
3 VI 104 + (VI-1) 113 (mit Spiegel = 2 Bll.). Reklamanten. Foliierung des 17. Jhs.: 1-100, Bll. 1 *, 56a, lOH-l 13 :>
mit moderner Zählung. Wz.: zwei gekreuzte Halbmonde auf Doppelkreuz, darüber Krone, ähnlich Piccard 11,
V/1.438 (Nancy 1603), jedoch mit Gegenmarke. Schriftraum (links durch Knicke begrenzt): 15,3-17 x 9,5-10,3;
14-18 Zeilen. Deutsche Kursive des 17. Jhs. von einer Hand (Christoph Sturm von Werden). Überschriften in
Auszeichnungsschrift. Heller Pergamenteinband über Pappe auf vier Bünden mit Goldfileten sowie Platten-,
Rollen- und Einzelstempeln in Gold (maureske ovale Platte 7,5 x 5,7; Rolle: Rankwerk; Einzelstempel: Lilie) der
sogenannten Pfalzwerkstatt (vgl. Schunke 1, S. 104), Rückentitel: 305/ Oraftio]/ [Fr]et/[erici?]/ Comzjtis]/ et/
Descr[iptio]/ Bello[rum]. Rot-grünes Kapital. Vier Verschlußbänder aus grüner Seide. Rundes Signaturschild,
modern: Pal. Germ. 305.

Herkunft: Hs. für Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz hergestellt (s.u., Datierung und Widmung), danach Hs.
der jüngeren Schloßbibliothek, verzeichnet im Inventar der Bibliothek Friedrichs IV. vom Jahr 1610: Cod. Pal.
germ. 809, 93 r; Hern Moritz Princen zu JJranien thaten representirt in einer Oration verteuschet [!] A" 1601,
geschrieben in weiß Pergament. Vorderdeckel Capsanummer: C. 155.

Schreibsprache: hochdeutsch.

Literatur: Wille, S. 47; Wilken, S. 397f.; Digitalisat: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/cpg305.

l r, 8 r-100 r NICOLAES VAN KINSCHOT (Nicolaus Kinschotus), ORATIO PANEGY-
RICA (in der dt. Ubersetzung des Christoph Sturm von Werden). >Ein schöne denckwür-
dige oration, darinnen deß Durchleuchtigen, hochgebornen fürsten vnnd herrn, herrn
Moritzen, Printzen zu Vranien [!], graffen zu Naßaw, Viannden, Dietz vnnd Catzen-
ellnbogen ... fürnembste tugenden vnnd ritterliche thaten, artig vnd sehr kurtz durchloffen
vnnd verhandelt werden, sonnderlich der Letzte zug in Flandern, vnd die daßelbst
löbliche gehalttene veldschlacht gründlich vnnd vmbständlich außgeführet würd, auß dem
Lateinischen in teütsche sprach versetzet. Anno M.D.C.I.<. 8 1 Wann die große vnnd für-
treffliche dienng, welcher hanndlung vnndt meldung in dießer Oration vorgehet... 7l v zu
deines göttlichen Ewigen Nahmens Lhr, der Kirchen würdigkeit, vnndt der glaubigen er-

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