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Cod. Pal. germ. 387

l r-221 r MICHEL BEHEIM, BUCH VON DEN WIENERN. >Dises sagt uon den Wie-
ner und stet das man es lesen mag als ainen spruch oder singen als ain liet vnd Michel Pe-
ham hat es gemacht und es haisset in seiner angst weis wann er uieng es an zu Wien in der
purg do er in grossen angsten waz wer daz singen well der heh es in disen noten hie vnden
alsa an<. Da nun die ualschen ungetreun/ ir alten schand pegunden neun ... 221 1 die uerge-
hung vnd hulde/ den Wienern umh ir schulde/ Nach ostern uirczentag er gieng/ do man uon
gocz gepurt an uieng/ Vir zehenhundert iar und auch/ Im funff und sehczigisten dar nauch
[1465]/ Dispuch ist an dem orte/ got helff uns hie und dorte etc. RSM 3 *Beh/454a + Nl. Text
(mit dieser Hs.): Michael Beheim’s Buch, s. Lit., S. 1-417 (Lesarten S. 418-454, Sigle A).
Text auch in Erfurt/Gotha UFB Gotha Cod. Chart. B 50, eine Abschrift des 18. Jhs.
dieser Hs. mit einigen handschriftlichen Zusätzen Johann Christoph Gottscheds in Dres-
den SLUB M 170 (Kat. Dresden, SLUB 2, S. 478f.) und Wien Landesarchiv Niederöster-
reichische Landessammlungen Hs. 72. Eine sehr wahrscheinlich im Zusammenhang mit
der Edition des Textes von Theodor Georg von Karajan veranlaßte Abschrift des 19.
Jhs. dieser Hs. in Wien ÖNB cod. 12566 (Suppl. 81; Kat. Wien, ÖNB Deutsche Hss. 3,
S. 1.253). Zu Autor und Text vgl. Ulrich Müller, in: VL 2 1 (1978), Sp. 672-680. Hs.
erwähnt bei Backes, S. 123 Anm. 70. - l* v-10* v, 170 v, 221 v, l ;:' ;:' r-8 ;:' ;:' v leer.

FRAGMENTE

Spiegel. Zwei Pergamentdoppelbll. Größte erhaltene Höhe 13,7, Breite 21. Schriftraumbreite: 9,5. Karolingische
Minuskel von einer Hand, schrägovaler Stil; 12. Jh.; lat. Majuskeln der Versanfänge in Rot.

PSALTER. Vorderspiegel: Ps 101,22-Ps 102,2; Ps 104,28-38. Hinterspiegel: Ps 106,34-43;
Ps 113,4-17.

KZ

Cod. Pal. germ. 387

Thomas Naogeorgus: Hamanus, deutsch

Papier • 102 Bll. • 21,1 x 16,7 • Heidelberg (?) • zwischen 1559 und 1562

Lagen: 26 II 100 (mit Spiegel, Bll. l ;:'-2*, Spiegel). Foliierung des 17. Jhs.: 1-99, Bll. l ;:'-2 ;;', 100 ;:' mit moderner
Zählung. Wz.: Kugel mit einkonturiger Zierleiste darüber zweikonturiges Kreuz mit Jahreszahl 1551 (Bll. 1-99),
Piccard, WZK, Nr. 22.134 (Aachen 1558); Monogramm B S (Bll. 100 ;:'/Spiegel), ähnlich Briquet 9.309 (Gne-
sen 1559). Schriftraum (links und rechts durch Knicke begrenzt): 13-14,5 x 7,5-13; 15-20 Zeilen. Text versweise
abgesetzt. Deutsche Kursive des 16. Jhs. von einer Hand (Karrer, s. Lit., S. 361 erwägt die Möglichkeit, daß in
Cod. Pal. germ. 387 ein Autograph des Johannes Posthius vorliegt). Korrekturen von der Hand des Schreibers
und von einer zeitgleichen zweiten Hand. Die korrigierten Stellen sind im Text meist rot unter- bzw. durchge-
strichen. Kopert mit Einschlagklappe auf drei durchgezogenen Bünden, rostrot angestrichen, Rückentitel: 387/
Hamani/ etfilio-/ rum/ eius Tra-/ gedia/ exlib-J Esther (17. Jh.).

Herkunft: Y Widmung, vermutlich für Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz (reg. 1559-1576) und seine Gemah-
lin, Kurfürstin Maria, geb. Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth. Johannes Mercurius Morsheymer wurde am
22. November 1535 in Heidelberg immatrikuliert und 1547 zum Magister artium promoviert. Am 15.Januar
1550 schrieb er sich in der Matricula alumnorum iuris ein (Toepke 1, S. 561 und 2, S. 458, 492; vgl. Armin
Schlechter, Drucke aus der Neuburger Hofbibliothek in der Universitätsbibliothek Heidelberg, in: Bibliothe-

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