Universitätsbibliothek Heidelberg [Editor]; Miller, Matthias [Oth.]; Zimmermann, Karin [Oth.]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 304 - 495) — Wiesbaden, 2007

Page: 623
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Cod. Pal. germ. 494

schriften überwiegend in Auszeichnungsschrift und größerem Schriftgrad. Zu Beginn der Urkunden zum Teil
kalligraphische Initialen. Beginnender bis starker Tintenfraß. 12 r Federzeichnung, s.o. Herkunft; auf dem alten
Spiegel gedrucktes Wappen des Johannes Adler mit Beischrift: Insignia Ioan. Aquilce, vgl. Cod. Pal. germ. 159,
ll' und Cod. Pal. germ. 491-493, jeweils Vorderspiegel.

l-130 v JOHANNES ADLER, URKUNDEN S AMMLUN G (Formelbuch). Siegler (wenn
nicht anders vermerkt): Aussteller. Nicht aufgeführte Urkunden sind anonymisiert. Ab-
schriften (wenn nicht anders vermerkt). Am Ende der Urkunden zahlreiche Kanzlei- oder
Schreibervermerke der Vorlagen.

(1. 1 r—11 v) REGISTER. Nach Sachbetreffen geordnet, die Blattzahlen beziehen sich auf
die Foliierung des 16. Jhs. - 3 r, 4 l/v, 5'-7 r, ll r ohne Einträge oder ganz leer.

(2. 12 r-38 r, 40 r) FORMULARE FÜR QUITTUNGEN. >Allerley Recogmtion vnd Quit-
tungen<. (13 r/v) Quittungen über die Stadtsteuer von Nürnberg sowie Zölle in Köln und
Frankfurt, ohne Datum. - (14 r/v) Graf Wolfgang I. von Montfort (f 1541; EST N.F. XII,
Taf. 55) als kaiserlicher Regimentsrat quittiert, im Auftrag Christoph Blarers [von Giers-
berg] (vgl. Cod. Pal. germ. 492, 194 v) von Gregor Bomerer, kaiserlicher Pfennigmeister,
seine Besoldung für Oktober bis Dezember 1528 erhalten zu haben, 4. Januar 1530. - (14 v-
15 r) Graf Adam von Beichlingen (f 1538; EST N.F. 17, Taf. 95) quittiert iiber seine Be-
soldung als Richter am RKG, Speyer, 22. Juni 1534. - (15 v) Freiherr Wilhelm Werner von
Zimmern (1485-1575; EST N.F. 12, Taf. 84) desgl. als Beisitzer am RKG, Speyer, 20. De-
zember 1532. - (16 r) Freiherr Walther XIV. von Hohengeroldseck-Sulz (f 1554; EST
N.F. 11, Taf. 79) desgl. als Rat, 12. Mai 1531. - 17‘ >Forma Quittung Auf den Marschalck
von Bappenheim etlich Reichsstewr zuempfahen<. (17 V) Karl V. befiehlt der Stadt Nürn-
berg, die Hälfte der Judensteuer an Erbmarschall Sebastian von Pappenheim (1450-1536;
EST N.F. 4, Taf. 56) zu bezahlen, Augsburg, 31. August 1530 (RRB, Nr. 5.044). - (18 r)
Karl V. befiehlt der Stadt Nördlingen, 200 fl. Amann-Amtssteuer an Erbmarschall Georg
von Pappenheim (f 1532; EST N.F. 4, Taf. 56) zu bezahlen, Speyer, August 1529 [recte:
31. August 1530] (vgl. RRB, Nr. 5.044). - (18 v) desgl. der Stadt Donauwörth, 400 Pfund
Heller Stadtsteuer und 60 Pfund Heller Amann-Amtssteuer an Erbmarschall Sebastian
von Pappenheim (vgl. 17 v), [Augsburg, 31. August 1530] (RRB, Nr. 5.045). - (19 r) desgl.
der Stadt Weißenburg in Bayern die Stadtsteuer an Erbmarschall Sebastian von Pappen-
heim (vgl. 17 v), [Augsburg, 31. August 1530] (RRB, Nr. 5.044). - (19 v) desgl. der Stadt
Aalen, [Augsburg, 31. August 1530] (RRB, Nr. 5.045). - (20 r) wie 16 r (unausgefertigtes
Original). - (21 r/v) Karl V. quittiert den Empfang der Stadtsteuer von der Stadt Hagenau,
Speyer, 4. Dezember 1529. - (22 r) desgl. 600 fl. von der Stadt Lindau, ohne Datum. - (23 r)
Stephan Franz, Bürger und Stadtschreiber zu Schweinfurt, quittiert als Anwalt des Hans
d.Ä. Prelen, von Endres Wittich gen. Koch, Bürger zu Schweinfurt, die ersten 10 fl. der
Schuldsumme in Höhe von 55 fl. empfangen zu haben, 24. Dezember 1497 (Original mit
aufgedrücktem Siegel [nur noch Reste erhalten]). - (24 v-25 r) Conrad Loch von Scheßlitz
als Anwalt seines Vaters Pankratius Loch, der Vormund für Dorothee und Anna, Töchter
des verstorbenen Conrad Loch, ist, quittiert für die beiden Töchter über den Erhalt des
Nachlasses von Conrad Loch, Speyer, 21. August 1542 (Siegler: Christoph Hoß, Proku-
rator des RKG, zu ihm vgl. Günther Groh, Das Personal des Reichskammergerichts in
Speyer [Besitzverhältnisse]. Mit Nachträgen zu den Familienverhältnissen, Ludwigshafen
1971 [Schriften zur Bevölkerungsgeschichte der pfälzischen Lande 5], S. 66). - (26 r/v) Bi-
schof Wiguläus (Fröschl von Marzoll) von Passau (1445-1517; Gatz 2, S. 202f.) als Rich-

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