Kalning, Pamela; Miller, Matthias; Zimmermann, Karin; Universitätsbibliothek Heidelberg [Editor]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 496 - 670): bearb. von Pamela Kalning, Matthias Miller und Karin Zimmermann ... — Wiesbaden, 2014

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Cod. Pal. germ. 509

(BAV Stamp. Pal. IV.226.4 [ted. 977d]). Dediziert ist dieser Druck dem Augsburger Pa-
trizier Melchior Linck (1529-1587; vgl. Reinhard, S. 473), die 'Widmung stimmt in gro-
ßen Teilen, die Kapitel 1-4 fast wörtlich mit dem Text von Cod. Pal. germ. 508, l r-3 v, 4'-
8 r überein. Zu dem Mathematiker Nicolaus Rensberger vgl. Jöcher/Adelung 6,
Sp. 1814. - l ::' v, 4 r, 18 ::' v, 22 ::' r-24 ::' v leer.

KZ

Cod. Pal. germ. 509

Medizinische Rezeptsammlung

Papier • 54 Bll. • 20,1 x 15,9 ■ Kaiserslautern (?)/Heidelberg (?) • um 1570

Lagen: 7 IV 31 (mit Spiegel, Bl. 1*—2*, 26a*, Spiegel). Foliierung des 17. Jhs.: 1-7, Bll. 1*—2*, 8*-26*, 26a*, 27*-
51* mit moderner Zählung. Wz.: Buchstabe F in Kreis (identisch in Cod. Pal. germ. 177/11, 308, 309, 510, 513),
Piccard, WZK, Nr. 27.232 (Danzig 1567), Nr. 27.258 (Danzig 1568). Schriftraum (links mit Metallstift
begrenzt): 16,2-17,5 x 13,5; 20-24 Zeilen. Deutsche Kursive des 16. Jhs. von einer Hand, Überschriften in
Auszeichnungsschrift. Kompilationsanweisungen und am Rand ausgeworfene Betreffe von einer weiteren
gleichzeitigen Hand. Pergamenteinband über Pappe auf vier durchgezogenen Bünden mit Platten- und
Einzelstempel in Gold (maureske Platte, Lilie) von Guillaume Plunion. Ein identischer Einband abgebildet bei
Schunke 1, Taf. LXVII. Goldfileten, auf dem Riicken auf Höhe der Bünde Einzelstempel Spiralranke, gleicher
Einband wie Cod. Pal. germ. 308, 309, 510, 513. Rückentitel: 509. Punzierter Goldschnitt. Zwei Verschluss-
bänder aus Seide, in Gelb, Violett, Rosa und Grün gestreift. Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 509.

Herkunft: Hs. aus dem Besitz Pfalzgräfin Elisabeths von Pfalz-Lautern, dann Hs. der jüngeren
Schlossbibliothek. Datierung aufgrund des Wasserzeichenbefundes. Die Stempelplatte auf dem Einband fand
jedoch erst zwischen 1587 und 1591 häufiger Verwendung, vgl. Schunke 1, S. 84. Vorderdeckel Capsanummer:
C. 147. Rücken alte römische Signatur: 1518.

Schreibsprache: hochdeutsch mit unspezifisch oberdeutschen Formen.

Literatur: Wille, S. 75; nicht bei Wilken; Digitalisat: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/cpg509.

1 r-7 v ANONYME MEDIZINISCHE REZEPTSAMMLUNG (nach Indikationen
geordnet; 22 Rezepte). [Vorrede:] Der allmechtige liebe Gott vnnd vatter Einn Schöpffer
himmels vnnd der Erden vnnd aller Creaturen ... l v Seindt hernacher viel gar gutter
Recept vnnd artzeney Inn funff vnnd viertzig Capitell In diesem buch verfasset ... vmb
Cristj seines lieben Sohnß willenn amen. Vorrede zu einem Rezeptbuch in 45 Kapiteln. Es
folgen jedoch nur Rezepte gegen Krankheiten des Kopfes, wohl aus dem ersten Kapitel
der Rezeptsammlung.

(2 r-7 v) 22 Rezepte gegen Krankheiten am und im Kopf sowie gegen Krankheiten des
Gehirns. Rezepte auch in Cod. Pal. germ. 254, 17 r-18 r und 259, 5 r-7 r (Rezeptsammlung
des Wolf von Breitenbach, dort als erstes von 38 Kapiteln). - l ::' r—2 ::' v, 8 :;' r-51 ::' v leer.

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