Kalning, Pamela; Miller, Matthias; Zimmermann, Karin; Universitätsbibliothek Heidelberg [Editor]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 496 - 670): bearb. von Pamela Kalning, Matthias Miller und Karin Zimmermann ... — Wiesbaden, 2014

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Cod. Pal. eerm. 512

ägkher alles traydes. 75 r [Text:] DAs Erst capittel ist von dem Namen der Ephemendis ...
92 r das gemeert vnd erfullt werd die speculatz vnd practica. Text mit starker Anlehnung
an die deutsche Einführung zu den Ephemeriden für 1489-1506 des Johannes
Regiomontanus, vgl. Johannes Regiomontanus, Ephemerides, Augsburg: Erhard Rat-
dolt 1488 (GW M37.503). Zinner, Nr. 5.041. Zu Johannes Regiomontanus (1436-1476)
vgl. Helmuth Grössing, in: VL 2 7 (1989), Sp. 1.124-1.131.

92 v-93 r ASTROLOGISCHE PROGNOSTIK AUF PASSAU FÜR DAS JAHR 1466.
>Die tauel der Wanung des [Lücke] in dem grad Zodiacj des Ersten hymmels in dem Jar
1466 gen bassaw<. Dle Erst Almat das ist horn [Lücke] vnd ist temperirt wandern
Ertzney leg klaider an khauff nit khnecht vnd ist im [Zeichen für Widder] g[rad] 19
m[inuten] 26 s[ekunden] 1 ... 93 r 28 Albothain gemischt treyb kauffmanschafft vnd ertzen
vnd greiff zu der ee vnd verkauff nit vnd ist im [Zeichen für Widder] g[rad] 6 w[inuten]
34 s[ekunden] 43. Zu den arabischen Bezeichnungen der Mondstationen vgl. Paul
Kunitzsch, Arabische Sternnamen in Europa, Wiesbaden 1959, S. 53-57. - 93 v-95 ::' v leer.

KZ

Cod. Pal. germ. 512

Wolfgang Geuß: Nativität für Pfalzgraf Friedrich IV.

Papier • 30 Bll. • 19,5 x 15 • Nürnberg (?) • 1574

Lagen: (IV-1 ) 2 (mit Spiegel, Bll. 1*, la-lc) + 5 II 21 (mit Bl. 7a) + (III-l) 25 (mit Spiegel). Foliierung des 17. Jhs.: 1-
7, 7-23, Bll. 1*, la-lc, 7a, 24*—2b* mit moderner Zählung bzw. modern korrigiert. Wz.: zwei Varianten Turm
mit Beizeichen /, nicht nachweisbar. Schriftraum (la r, lb r, lc v-23 v, 25 ;;' r/v links und rechts mit Metallstift
begrenzt): 14-15 x 9,8-10,2; 11-15 Zeilen. Deutsche Kursive des 16. Jhs. von einer Hand. Rote Überschriften
und hervorgehobene Wörter in Auszeichnungsschrift. Eingelegter Zettel mit Signatur: 512 (17./18. Jh.). Kopert
auf zwei durchgezogenen Lederbünden. Rückentitel: 512 (17./18. Jh.). Farbschnitt (blau). Zwei Verschluss-
bänder aus grünem Gewebe, eines verloren. Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 512.

Herkunft: Die Nativität wurde sehr wahrscheinlich von Kurfürst Ludwig VI. für seinen Sohn, Pfalzgraf Fried-
rich in Auftrag gegeben. Bei der Angabe des Geburtsdatums, Friedrich wurde am Morgen des 5. [!] März 1574
gegen 0:45 Uhr geboren, hat sich der Kurfürst allerdings geirrt. Auch in seinem Tagebuch hatte er die Geburt
ursprünglich für den 4. März eingetragen, dann aber am 5. März nachgetragen (Vatikan BAV Cod. Pal. lat. 2026,
Einträge zum 4. und 5. März 1574; vgl. Schofer, Katalog, s. Lit.). Hs. der jüngeren Schlossbibliothek, ver-
zeichnet im Inventar der Bibliothek Friedrichs IV. von der Pfalz vom Jahr 1610: Cod. Pal. germ. 809, 150 r:
Natiuitet ao. 1574: geschrieben. Vorderer Umschlag Capsanummer: [C.] 12.

Schreibsprache: hochdeutsch mit wenigen spezifisch nordbairischen Schreibeigentümlichkeiten.

Literatur: Wille, S. 75; Wilken, S. 496; Schofer, Katalog, S. 293; Digitalisat: http://digi.ub.uni-
heidelberg.de/cpg512.

la r-23 v WOLFGANG GEUSS, NATIVITÄT FÜR PFALZGRAF FRIEDRICH IV.,
auf den 4. [!] März 1574. >Natiuitet 1574 Jars gemacht<. lb r >Herr der geburt ist Jupiter
sein Mithilff die Venus<. lb v >Latitudines Planetarum<. [Tabelle zu den Planetenkon-
junktionen]. lc r Schema zum Stand der Gestirne (Horoskop) am 4. März 1574, 12:42 Uhr.

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