Kalning, Pamela; Miller, Matthias; Zimmermann, Karin; Universitätsbibliothek Heidelberg [Editor]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 496 - 670): bearb. von Pamela Kalning, Matthias Miller und Karin Zimmermann ... — Wiesbaden, 2014

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Cod. Pal. germ. 529

und Kompilationsvermerke von mindestens zwei weiteren Händen, darunter l v und 5 r die Pfalzgräfin Elisabeths
von Pfalz-Lautern, s.u. Herkunft. Rezepte zum Zeichen einer erfolgten Abschrift mit + bezeichnet. Kopert mit
Einschlagklappe auf drei durchgezogenen Lederbünden, rostrot angestrichen. Auf dem vorderen Umschlag: Das
2 Capittel leret vom Haar vnd Erbgrindt. Hinterer Umschlag stark wurmfraßgeschädigt, auch in letzter Lage.
Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 528.

Herkunft: zur Herkunft vgl. Cod. Pal. germ. 505. Rücken alte römische Signatur: 1545.

Schreibsprache: hochdeutsch mit unspezifisch oberdeutschen Formen und Schreibeigentümlichkeiten.

Literatur: Wille, S. 76; nicht bei Wilken; Digitalisat: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/cpg528.

1 ' :' r—14 V ANONYME SAMMLUNG VON REZEPTEN ZU KRANKHEITEN DER
HAARE UND DER KOPFHAUT (nach Darreichungsformen geordnet; 59 Rezepte).
>Salb, fur haar vnnd Erb Grindt daß annder Capittell<.

Als Rezeptzuträger, Probanden oder Gewährsleute werden genannt: ein 140 Jahre altes
Buch (l r); Kurfürstin Maria von der Pfalz (l r); Dr. Valentin Hartung (l r); Frau von
Neuhofen (2 r-4 r); die Gemahlin von Sebastian von Weikershausen (5 r); Graf Philipp IV.
von Nassau-Dillenburg (5 r); Dr. Johann Naeve (5 V); Gräfin Anna von Hohenlohe-
Neuenstein (5 v-6 r); die Landgräfin [von Hessen?] (6 V, 10 r, 10 v, 13 r); die (alte) Ketzerin (8 V-
9 V); die Zwickin (9 r); Meister Christoffel Federlein (9 V); Meister Paulus [Keller?] (10 v);
Landgraf Philipp der Großmütige von Hessen (10 v); Graf von Schlick (ll v); die von Sene
(12 r); die Remchingerin (12 r); Kurfürst Friedrich II. oder Friedrich III. von der
Pfalz/Kurfürst Friedrich III. der Weise von Sachsen (12 v); die Wilsdörferin (13 r);
Magdalena (?) (13 v); Dr. Wilhelm Rascalon (13 v); Gräfin von Nassau (14 r); ein welscher
Barbier (14 r).

(l r-14 v) 59 Rezepte für Salben gegen Krankheiten der Haare und der Kopfhaut, gegen
Grind und Erbgrind sowie zur Haarkosmetik. Alle Rezepte als Abschrift in Cod. Pal.
germ. 542, l r-17 r. - 1 :rV, 15 ::' r-29 ::' v leer.

MM

Cod. Pal. germ. 529

Simon Maurer: Rezeptsammlung • Philipp Zeitz: Rezeptsammlung

Papier • 180 Bll. • 20,2 x 15,4 • Schwaben (Ebingen?) • um 1590

Lagen: II 2'' (mit zwei Spiegelbll.) + 2 (III+l) 13 (mit Bl. 3») + 12 IV 108 (mit Bl. 103a ::') + 16 II 167" 1 (mit Bll. 108a*-
108e*) + III 171 (mit zwei Spiegelbll.). Selten Reklamanten am Lagenende. Foliierungen des 16. Jhs.: 1-103 (rot
und schwarz; z.T. beschnitten), 2 [= Bl. 110]—37 [= 165]; des 17. Jhs., die zweite Foliierung des 16. Jhs. ersetzend:
104-165, Bll. 1*—3*, 103“', 108a ::'-108e“', 166“'-171 ::' mit moderner Zählung. Wz.: verschiedene Varianten
einköpfiger, gekrönter Adler mit Buchstabe F auf der Brust, darunter Piccard, WZK, Nr. 161.972
(Reckenhausen 1589). Schriftraum und Zeilenzahl variierend. Deutsche Kursive des 16. Jhs. von einer Hand
(Simon Maurer?). 10 r zwei Rezepte wohl von anderer Hand. l r-103 v Uberschriften und erstes Wort der Rezepte
in Rot, zum Teil ganze Rezepte in Rot. Pergamenteinband über Pappe auf drei durchgezogenen Bünden aus
Leder, mit Stehkanten am Vorderschnitt, s. Fragmente. Farbschnitt (gelb). Zwei Verschlussbänder aus Leder.
Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 529.

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