Kalning, Pamela; Miller, Matthias; Zimmermann, Karin; Universitätsbibliothek Heidelberg [Editor]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 496 - 670): bearb. von Pamela Kalning, Matthias Miller und Karin Zimmermann ... — Wiesbaden, 2014

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Cod. Pal. germ. 592

Cod. Pal. germ. 592

‘Ordnung der Gesundheit’

Papier ■ 91 Bll. • 22 x 15,5 ■ Konstanz (?) • 1472

Lagen: V 10 + 6 VI 82 + (V-l) 91'. Senkrecht geschriebene Reklamanten an den Lagenenden. Foliierung des 16. Jhs.:
1—89, Bll. 90 ;:'-91 ;:‘ mit moderner Zählung. Die ersten beiden Bll. entgegen Hagenmeyer, S. 40, foliiert. Wz.:
Buchstabe P mit dreiblättriger Blume, Piccard, WZK, Nr. 111.934 und Nr. 111.935 (jeweils o.O. 1472).
Schriftraum (rundum blind geritzt bzw. mit Tinte begrenzt): 14,2-14,6 x 9,5-10,3; 20-23 Zeilen. Bastarda des 15.
Jhs. von einer Hand. Raum für Initialen, nicht ausgeführt. Benutzungsspuren einer Hand des 16. Jhs., z.B. 10 v
Hinweis auf fehlenden Text. 91 ;i' v Federproben wohl noch des 15. Jhs. Kopert, s. Fragmente. Rundes
Signaturschild, modern: Pal. Germ. 592.

Herkunft: Datierung aufgrund des Wasserzeichenbefundes. Lehmann 2, S. 463, vermutet aufgrund des
Kolophons Augsburger Fuggerprovenienz, die jedoch wegen der Schreibsprache unwahrscheinlich ist. Auch die
Verwendung einer Konstanzer Urkunde als Kopert, s. Fragmente, spricht gegen diese Annahme. 91 ;:‘ v
Besitzeintrag/Federprobe (?): Item Hanns Ful scherer der bengel. Wille und Hagenmeyer, s. Lit., lesen l v die
Capsanummer C. 20, die sich jedoch in der Hs. nicht findet (inzwischen evtl. Blattverlust vor Bl. 1 ?).

Schreibsprache: hochalemannisch mit bairischen Formen und Schreibeigentümlichkeiten (Vorlage).

Literatur: Wille, S. 82; Wilken, S. 510; Hagenmeyer, S. 40f. Nr. 6.1; Hs. verzeichnet im ‘Handschriftencen-
sus’; Digitalisat: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/cpg592.

l r—89 v cORDNUNG DER GESUNDHEIT’. >Regimen Sanitatis<. [Register:] Hie hebt
sich an das register vnd die kapitel dis nach geschriben buchlins genant regimen samtatis
das ist von der ordnung der gesuntheyt zu dem ersten die vor red ... 2 V [Text:] >Hie nach
volgt ain nuczlich regiment wer sich darnach haltet der mag sin leben lang In gesunthait
behalten etc.<. [I]0£> der hailig wissag beschribt vnd spricht herr du haust gesetzt ain end
dem leben der menschen ... 89 v vnd alzit ain vff merken haben wz Im wol oder vbel zim
Also ietz nit mer. Das nutzlich büch von ordnung der gesunthait hat getrukt vnd vollendet
Hanns Bämler zü Augspurg an sant Jörgen aubent Anno etc Im Ixxii fare etc. [22. April
1472]. Abschrift des Drucks Augsburg: Johann Bämler, 22. April 1472 (Hain, Nr. 13.736;
BSB-Ink L-89). Text (unter Verwendung des Drucks, diese Hs. nur als Abschrift des
Drucks erwähnt): Hagenmeyer, Ordnung der Gesundheit, S. 280-372. Bei der 'Ordnung
der Gesundheit’ handelt es sich um eine deutsche Bearbeitung des ‘Urregimens’ Konrads
von Eichstätt. Vgl. Manfred Peter KocH/Gundolf Keil, Konrad von Eichstätt, in: VL 2 5
(1985), Sp. 162-169, bes. Sp. 166f. Weitere Abschriften des gleichen Bämler-Druckes in
Cod. Pal. germ. 241, l r-56 r und München BSB Cgm 5168 (Kat. München, BSB 5,7,
S. 514). - 90 ;f' r-91 ;:" v (bis auf Federproben und Besitzeintrag, s.o.) leer.

FRAGMENTE

Pergamenturkunde als Kopert. Ursprüngliche Größe der Urkunde: 29,5-30,1 x 42. Schriftraum: 20,7 x 34,2; 39
Zeilen. Bastarda des 15. Jhs. von einer Hand. Initiale mit Fischblasenbesatz.

Friedrich Haydenhaimer, Stadtamann zu Konstanz, urteilt lm Auftrag Bischof Ottos (von
Hachberg) von Konstanz (Bischof 1410-1434) in einer Erbstreitsache zwischen Hanns

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