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Cod. Pal. eerm. 669

schriften in Auszeichnungsschriften, lat. Begriffe in Minuskel. l r Überschrift, l v und 2 r emzelne Zeichen in roter
Tinte. Starker Tintenfraß. Pergamenteinband des 17. Jhs. (römisch), Rückentitel goldgeprägt: 668. Farbschnitt
(blau). Restaurierung 1980 (Walter Schmitt/Heidelberg), dabei alle Bll. gegen Tintenfraß behandelt, Hs. unter
Verwendung des römischen Einbands neu geheftet. Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 668.

Herkunft: l r Datierung, s.d., Entstehung wenig nach der Geburt des Kindes, vgl. 3 V. Die Nativität wurde ver-
mutlich von Kurfürst Ludwig VL in Auftrag gegeben. l* r Exlibris Kurfürst Maximilians I. von Bayern aus dem
Jahr 1623, vgl. Kat. Heidelberg, UB 6, Abb. 39. l r Signatur: 668 P.

Schreibsprache: unspezifisches Hochdeutsch.

Literatur: Wille, S. 91; Wilken, S. 517; Schofer, Katalog, S. 334; Digitalisat: http://digi.ub.uni-heidel-
berg.de/cpg668.

l r-25 r WOLFGANG GEUSS, NATIVITÄT. >Natiuitet 1573 Jhars gemacht<. V
>Latitudines Planetarum<. 2 r Schema zum Stand der Gestirne (Horoskop) für das Datum
Anno domim 1573 den 5 January hora 12 post Meridiem id est media notte. 2 V Herr der
geburt ist Saturnus sein Mithilfer [?] Marß<. 3 r >De Nutritione<. 4 V >Vollgett ein
Judicium Astrologicum<. übergegentwertige Natiuitet ... Beschrieben vnnd Practiciert
durch Wolfgangum Geüssen Astronomum vnnd Burger zu Nürmbergkh. 5 r >Summaria
sage ich<. vff solche figur vnnd gepurt stundt... 25 r... so sy ohn ein Ehgemahel ist. FINIS.
Die Nativität wurde für ein in der Nacht vom 5. zum 6. Januar 1573 geborenes Mädchen
(vgl. 9 r, 25 r) erstellt, vermutlich für Pfalzgräfin Christina von Pfalz-Simmern, vgl. EST
N.F. 1/1, Taf. 94. Wolfgang Geuß fertigte auch eine Nativität für Christinas Bruder,
Pfalzgraf Friedrich IV. (Cod. Pal. germ. 512, weitere Lit. s.d.).

PK

Cod. Pal. germ. 669

Stephanus Fliscus: Sententiarum variationes sive synonyma, lat.-dt.

Papier • 74 Bll. ■ 20,8 x 15 • Nürnberg • 1464

Lagen: I 1 (mit Spiegel) + 6 VI 72 + I 7j (mit Spiegel). Kustoden: i-iii (l r, 13 r, 25 r), zum Teil beschnitten. Foliierung
des 17. Jhs.: 1-72, häufig korrigiert. Reste einer Foliierung mit römischen Ziffern. Bll. 1“', 73 ::' mit moderner
Zählung. Wz.: Lilie in Kreis (Vorsatz; identisch in Cod. Pal. germ. 652 und 657), nicht nachweisbar; zwei Vari-
anten Ochsenkopf mit einkonturiger Stange mit Blume (Bll. 1-60), Piccard, WZK, Nr. 65.433 (Thorn 1445);
ähnlich Piccard, WZK. Nr. 65.435 (Culm 1445); zwei Varianten Ochsenkopf mit zweikonturiger Stange mit
Blume (Bll. 61-72), darunter ähnlich Piccard, WZK, Nr. 69.713 (o.O. 1443). Schriftraum (Zeilen blind geritzt):
17-17,5 x 11; 31-37 Zeilen. Sentenzen gruppenweise abgesetzt. Bastarda von drei Händen: I. l r-36 v, 61 r—71 v; II.
37 r-60 v; III. 71 v-72 r (Nachtrag?). Wenige Randbemerkungen einer späteren Hand, 72 r deutsche Interlinear- und
Randglossen (turgus - geswellen!geswollen). Deutsche Synonyma in vergrößertem Schriftgrad. l r, 20 v-21 r, 31 v-
32 r, 36 v-37 r, 44 vp45 r, 61 v-62 r: wenige rote Lombarden über zwei bis drei Zeilen, 21 r mit Gesicht im Binnenfeld;
übliche Rubrizierung. Pergamenteinband des 17./18. Jhs. (römisch), Rückentitel goldgeprägt: 669. Blau-rosa
Kapital. Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 669.

Herkunft: 71 v Datierung und Lokalisierung, s.d.; Schreibermonogramm: A; V; W: k: l* r aufgeklebtes Exlibris
Kurfürst Maximilians I. von Bayern aus dem Jahr 1623, vgl. Kat. Heidelberg, UB 6, Abb. 39. l r Capsanummer:
C. 93; alte römische Signaturen: 573; 669 P.

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