Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

Seite: 61
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URKUNDE 953 (26. Juni 773 — Reg. 910)
(Schenkung des) Berwin unter König Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 26. Juni im 5. Regierungsjahr des Königs Karl. Ich, Berewin,
mache eine Stiftung für den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem am Flusse
Wiscoz (Weschnitz) in pago renense (im Oberrheingau) gelegene Kloster Lauressam (Lorsch)
ruht. Ebenso ist sie bestimmt für jene Knechte Gottes, welche ebendort unter dem ehr-
würdigen Abt Gundeland ihren Dienst verrichten. Ich gebe einen mir gehörigen Weinberg
in pago worm(atiensi = im Wormsgau), in der Gemarkung

Azalunheim (Asselheim n. Grünstadt/W.) auf ewig zu eigen. Das Abkommen ist da-
mit rechtswirksam geworden. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben. Hand-
zeichen des Berewin, welcher gewünscht hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt
werde. Ich, Samuel, habe sie geschrieben.

URKUNDE 954 (19. Juni 772 — Reg. 780)
Schenkung des Berward unter König Karl

In Christi Namen, am 19. Juni im 4. Regierungsjahre des Königs Karl. Ich, Berwart,
schenke mein Eigentum dem heiligen Märtyrer Nazarius. Sein Leib ruht in dem in pago
rinensi (im Oberrheingau) gelegenen Kloster Lauressam (Lorsch), dem der ehrwürdige
Gundeland als Abt vorsteht. Ich bestimme, daß dieses geschenkte Gut auf ewig hingegeben
sei und bestätige, daß die Übergabe vollkommen freiwillig erfolgt. Es handelt sich um
einen Weinberg in pago wormatiensi (im Wormsgau), und zwar in

Azzulunh(eim = Asselheim n. Grünstadt/W.), den ich, bekräftigt durch Handschlag
und Brief, als ewiges Eigentum übertrage. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie
oben. Handzeichen des Berenward, welcher gebeten hat, daß diese Schenkungsurkunde
ausgestellt werde.

URKUNDE 955 (7. Mai 767? — Reg. 148)
Schenkung von Hil(t)win und Reginfrid unter König Pipin und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 7. Mai im 5. Regierungsjahre des Königs Pipin (756?). Wir,
Hilfijwin und Reginfrit, machen eine Schenkung an den heiligen Märtyrer Gottes Naza-
rius, dessen Leib im Oberrheingauer Kloster Lauressam (Lorsch) ruht. Sie gelte in gleicher
Weise auch jener Mönchsgemeinschaft, welche (dort) unter der Leitung des ehrwürdigen
Herrn und Abtes Gundeland dient. Wir übergeben als ewiges Eigentum einen Weinberg-
anteil, gelegen in pago wormatiensi (im Wormsgau), in

Azzulunh.(eimero) marca (in der Gemarkung Asselheim n. Grünstadt/W.). Urkund des-
sen untenstehende Fertigung. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben. Hand-
zeichen von Hiltwin und Reginfrid, welche ersucht haben, daß diese Schenkungsurkunde
ausgestellt werde. Ich, Samuel, habe sie geschrieben.

URKUNDE 956 (4. Mai 775 — Reg. 1167)

Verkauf des Rubert in Hemshof unter König Karl und Abt Gundeland

Es ist bekannt, daß ich, Rubert, als Verkäufer, dem in Christo verehrungswürdigen
Vater Gundeland, dem Abt des Klosters Lorsch, als Käufer, eine in
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