Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

Page: 87
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am 18. Februar im 14. Regierungsjahr (782) unseres Herrn, des Königs Karl. Hand-
zeichen von Salcho und seiner Gattin Anila, welche gewünscht haben, daß diese Schen-
kungsurkunde ausgestellt und gefertigt werde. Grimher hat sie geschrieben.

URKUNDE 1021 (27. August 767 — Reg. 210)
Schenkung des Guntbert in demselben Weiler unter König Pippin und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 27. August im 15. Regierungsjahr (767) unseres Herrn, des
Königs Pipin. Ich, Guntbert, mache eine Stiftung an den Hl. Nazarius, dessen Leib in dem
in pago rhenense (im Oberrheingau) bestehenden Kloster Lauressam (Lorsch) ruht. Ge-
stützt auf diese vertragliche Übereinkunft schenke, übergebe und übertrage ich als immer-
währendes Eigentum einen halben Weinberg, gelegen in pago wormatiense (im Wormsgau),
und zwar in der Gemarkung

Durincheim (Dom-Dürkheim sw. Oppenheim!R.). Geschehen im Kloster Lorsch. Tag
und Zeit wie oben. Handzeichen des Guntbert, auf dessen Anordnung hin diese Schen-
kungsurkunde ausgestellt und gefertigt wurde. Samuel hat sie geschrieben.

URKUNDE 1022 (13. Juni 767 — Reg. 178)

Schenkung des Gunbert im nämlichen Weiler (Dorn-Dürkheim) unter König Pippin

und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 13. Juni im 15. Regierungsjahr (767) unseres Herrn, des Königs
Pipin. Ich, Guntbert, übermittle kraft dieser Schenkungsurkunde eine Gabe an den heiligen
Märtyrer (Nazarius), dessen Leib in dem in pago rhenense (im Oberrheingau) gelegenen
Kloster Lauressam (Lorsch) ruht. Die Zuwendung gelte in gleicher Weise auch jenen Got-
tesknechten, weiche ebendort ihren Dienst verrichten und denen der ehrwürdige Herr
Gundeland als Abt vorsteht. Mit dem Wunsche, daß meine Schenkung von ewiger Dauer
sei, übergebe ich Ackerland, das ungefähr ein Tagwerk beträgt, als ewiges Eigentum.
Urkund dessen die untenstehende Fertigung. Geschehen in Laurissa (Lorsch). Tag und Zeit
wie oben. Handzeichen des Guntbert, auf dessen Bitte diese Schenkungsurkunde ausgestellt
wurde. Samuel hat sie geschrieben.

URKUNDE 1023 (28. Juli 778 — Reg. 1445)

(Schenkung der Bertheit) unter König Karl und Abt Gundeland

Ich, Beretheith, mache in Gottes Namen eine Vergabung an den heiligen Märtyrer
Gottes Nazarius, dessen Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau) am Flusse Wiscoz
(Weschnitz) gelegenen Kloster Lauressam (Lorsch) ruht. Meine Schenkung ist auch für jene
geweihte Vereinigung bestimmt, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Abt Gundeland
dient. Zur Übergabe gelangt ein mir gehöriger Weinberg in pago wormatiensi (im Worms-
gau), und zwar in

Bermerseimer marca (in der Gemarkung Bermersheim nw. Worms!R.) gelegen. Ver-
traglich abgeschlossen. Geschehen im Kloster Lorsch am 28. Juli im 10. Jahre (778) der
Regierung des Königs Karl. Handzeichen der Bertheit, auf deren Ersuchen diese Schen-
kungsurkunde ausgestellt wurde. Grimher hat sie geschrieben.
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