Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

Page: 97
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URKUNDE 1050 (22. März 788 — Reg. 1995)
Schenkung von Reginfrid und Ratfrid unter Karl dem Großen und Abt Richbodo

In Christi Namen, am 22. März im 20. Regierungsjahr (788) des Königs Karl. Wir,
Reginfrit und Ratfrit, mein Sohn, wollen ein Almosen entrichten. Es sei gereicht dem hei-
ligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem in pago rhenensi (im Oberrheingau) gelegenen
Kloster Lauressam (Lorsch) ruht, dem der verehrungswürdige Richbodo als Abt vorsteht.
Es ist unser Wille, daß diese Übergabe für alle Zeiten Gültigkeit behalte. Wir schenken als
ewiges Besitztum in pago wormatfiensi — im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung

Lütersheim (Lautersheim nw. Grünstadt/W.) drei Huben mit allen ihren Einzelteilen,
in unveränderter Gesamtheit, mit allem, was zu diesen Huben gehört. Darauf geben wir
Handschlag und Brief. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben. Handzeichen
von Reginfrid und Ratfrid, welche ersucht haben, daß diese Schenkungsurkunde aus-
gestellt werde. Ich, Rudolf, habe sie geschrieben.

URKUNDE 1051 (13. Juni 790 — Reg. 2213)

Schenkung des Waninch unter König Karl und Abt Richbodo

In Christi Namen, am 13. Juni im 22. Regierungsjahr (790) des Königs Karl bringe
ich, Waninc, eine Opfergabe dar. Ich weihe sie dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen
Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau) am Flusse Wiscoz (Weschnitz) gelegenen
Kloster Lorsch ruht. Ebenso bestimme ich meine Gabe für jene heiligmäßige Mönchs-
gemeinschaft, welcher der ehrwürdige Richbodo als Abt vorsteht. Ich schenke in pago wor-
mzt(iensi =. im Wormsgau), und zwar in

Liutresheim (Lautersheim nw. Grünstadt/W.) einen Weinberg, ferner in
Babenheimer marca (in der Gemarkung Babenheim — Wüstung zwischen Kerzenheim
und Rodenbach w. Grünstadt/W.) vier Joch Ackerland. Geschlossen und gefertigt. Ge-
schehen in monasterio laurissamensi (im Kloster Lorsch). Tag und Zeit wie oben. Hand-
zeichen des Waninc, welcher diese Schenkungsurkunde ausstellen und fertigen ließ. Rudolf
hat sie geschrieben.

URKUNDE 1052 (22. Juli 792 — Reg. 2389)
Schenkung des Engilher unter König Karl und Abt Richbodo

Ich, Engilher, will im Namen Gottes ein gutes Werk vollbringen. Es ist bestimmt für
den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau)
gelegenen Kloster Lorsch ruht; ebenso auch für jene in Heiligkeit lebende Mönchsvereini-
gung, welcher der ehrwürdige Richbodo als Abt vorsteht. Ich schenke, gestützt auf diese
vertragliche Übereinkunft, in pago wormatfzerasz — im Wormsgau), in der Gemarkung

Lutmarsheim (Lautersheim nw. Grünstadt/W.) 2/4 mir gehörige Morgen Land. Ge-
schehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster) am 22. Juli im 24. Regierungs-
jahr (792) des Königs Karl. Handzeichen des Engilher, welcher nachgesucht hat, daß diese
Schenkungsurkunde ausgestellt werde. Reginbert hat sie geschrieben.
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