Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

Seite: 145
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und übertrage sie vom gegenwärtigen Tag an in das Besitz- und Herrenrecht des Hl. Naza-
rius, damit er sie im Namen Gottes auf ewig besitze. Von heute an soll sie jener Stätte
jederzeit erhöhten Vorteil bringen. Diese gegenwärtige Schenkung möge immerdar gefestigt
und dauerhaft erhalten bleiben. Damit ist der Vertrag abgeschlossen. Geschehen in mona-
sterio laurissamensi (im Lorscher Kloster). Tag und Zeit wie oben.

URKUNDE 1181 (30. März 769 — Reg. 387)

Schenkung der Gislild in der Gemarkung Eppstein unter König Karl

und Abt Gundeland

Ich, Gislild, mache im Namen Gottes eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Naza-
rius, dessen Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau) gelegenen Lorscher Kloster
ruht, und damit auch an jene heilige Bruderschaft der Mönche, welcher der ehrwürdige
Gundeland als Abt vorsteht. Die Schenkung soll, wie ich wünsche, von ewiger Dauer sein,
und ich bestätige, daß sie aus vollkommen freiem Willen erfolgt. Ich schenke in pago
*worma.t(iensi = im Wormsgau), in der Gemarkung

Appinstein (Eppstein sw. Frankenthal s. Worms) den dritten Teil von einem Morgen
Land. Von heute an schenke, übergebe und übertrage ich diesen Drittelmorgen in das Be-
sitzrecht und unter die Herrschaft des Hl. Nazarius, damit er ihn im Namen Gottes auf
ewig besitze. Von diesem Tag an und in späterer Zeit soll er jener Stätte jederzeit als Ver-
mögensmehrung dienen. Daraufhin erfolgte feierliches Handgelöbnis. Geschehen in mona-
sterio laurissamensi (im Lorscher Kloster) am 30. März im 1. Regierungsjahr (769) des
Königs Karl.

URKUNDE 1182 (27. Juli 767 — Reg, 197)
Schenkung des Haiger in der Gemarkung Frettenheim unter König Pipin

In Christi Namen, am 27. Juli im 15. Regierungsjahr (767) des Königs Pippin spende
ich, Haiger, zu meinem Seelenheil ein Almosen. Es sei gereicht dem heiligen Märtyrer
Nazarius, dessen Leib im Lorscher Kloster in pago renensi (im Oberrheingau) ruht, bezie-
hungsweise jenen Knechten Gottes, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Abt Gunde-
land dienen. Meine Spende soll für ewige Zeiten hingegeben sein, und ich erkläre, daß sie
durchaus freiwillig gewährt wurde. Ich schenke eine mir gehörige Wiese in pago wormat-
(iensi = im Wormsgau), nämlich in der Gemarkung

Frittenheim (Frettenheim ö. Alzey /Selz nw. Worms! R.). Ich schenke, übergebe und
übertrage sie unter dem gegenwärtigen Tag im Namen Gottes als ewiges Besitztum. Von
heute an und für alle Zukunft möge sie den wirtschaftlichen Wohlstand jener Stätte ver-
bessern. Vorliegende Schenkung soll jederzeit in unverbrüchlicher Dauerhaftigkeit bestehen.
Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster). Tag und Zeit wie oben.

URKUNDE 1183 (4. Juli 779 — Reg. 1533)

Schenkung des Rotbald im gleichen Weiler unter König Karl

In Christi Namen, am 4. Juli im 11. Regierungsjahr (779) des Königs Karl. Ich, Rot-
balt, entbiete zum Heile meiner Seele dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib im
Lorscher Kloster, in pago renensi (im Oberrheingau) ruht, eine milde Gabe. Ich wünsche,
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