Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

Page: 169
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vergängliches Eigentum bleiben. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Klo-
ster). Tag und Zeit wie oben.

URKUNDE 1244 (1. November 767 — Reg. 248)

Schenkung des Rudolf in der Bergener Gemarkung unter König Pipin

und Abt Gundeland

. In Christi Namen, am 1. November im 16. Jahre des Königs Pippin errichte ich,
Rudolf, eine wohltätige Stiftung zum Heile meiner Seele. Ich übertrage sie an den heiligen
Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib im Kloster Laurissam ruht, und somit auch an
jene Knechte Gottes, welche daselbst unter dem ehrwürdigen Abt Gundeland sich dem
Gottesdienst widmen. Es ist mein Wille, daß meine Gabe für ewige Zeiten dargereicht sei,
und ich bestätige, daß sie durchaus freiwillg geboten wurde. Ich schenke in pago worm-
(atiensi = im Wormsgau), in der Gemarkung

Bercheim (Bergen, Wüstung sw. Gau-Algersheim ö. Bingen/R.) einen Knecht und des-
sen ganze Habe, ferner einen Weinberg. Im Namen Gottes möge alles ewiges Eigentum
bleiben. Von diesem Tag an und künftig soll es jener Stätte erhöhten Nutzen bringen. Da-
mit ist der Vertrag abgeschlossen. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher
Kloster). Tag und Zeit wie oben. Handzeichen des Rudolf, der diese Schenkung gemacht
und deren schriftliche Festlegung erbeten hat.

URKUNDE 1245 (20. September 781 — Reg. 1632)

Schenkung von Rinold und Wisogoz in Dautenheim unter Karl dem Großen

und Abt Helmerich

In Christi Namen, am 20. September im 13. Regierungsjahr (781) des Königs Karl.
Wir, Rinold und Wisogoz, übereignen ein Geschenk an den heiligen Märtyrer Nazarius,
dessen Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau) gelegenen Kloster Laurissam
(Lorsch) ruht. Es diene auch jenen Gottesknechten, welche ebendort unter dem ehrwürdi-
gen Abt Helmerich Gott dienen. Nach unserem Willen soll die Gabe für alle Zeiten in
Kraft bleiben, und wir versichern, daß sie vollkommen freiwillig gereicht wurde. Wir
schenken in pago wormatfiensz = im Wormsgau), in der Gemarkung

Dutenheim (Dautenheim ö. Alzey) eine Hof reite und 30 Joch Ackerland. Im Namen
Gottes möge alles ewiges Eigentum bleiben. Von heute an und für alle Zukunft sollt ihr
das Recht haben, diese Grundstücke zu behalten, zu verschenken, zu vertauschen oder
sonstwie damit zu machen, was ihr wollt. In allen Belangen sollt ihr die freie und voll-
kommen unangefochtene Verfügungsgewalt haben. Darauf erfolgte feierliches Hand-
gelöbnis. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster). Tag und Zeit wie
oben.

URKUNDE 1246 (22. Mai 825 — Reg. 3193)

Schenkung von Otrich und Heilach in der Mühlheimer Gemarkung unter Kaiser Ludwig

und Abt Adalung

Wir, Otrich und Heilachsuind, bringen im Namen Gottes eine Opfergabe dar. Wir
weihen sie dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Kloster Lauressam (Lorsch) in
pago renensi (im Oberrheingau) ruht, in dem der ehrwürdige Adalung als Abt waltet. Wir
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