Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

Seite: 240
Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/minst1970bd3/0246
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
240

URKUNDE 1496 (10. Februar 767 — Reg. 107)
Schenkung der Baltsuind im nämlichen Weiler unter König Pipin und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 10. Februar im 15. Jahr (767) des Königs Pippin bringe ich,
Baltsuind, dem Hl. Nazarius eine Opfergabe dar. Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher
Kloster, dessen Vorsteher der ehrwürdige Abt Gundeland ist. Ich schenke einen Weinberg
in pago worma.t( iensi — im Wormsgau), in der

Ibersheimer marca (Gemarkung Ibersheim!R. n. Worms). Geschlossen und gefertigt.
Geschehen in monasterio la.urish( amensi — im Lorscher Kloster). 'Zelt wie oben.

URKUNDE 1497 (12. Juni 772 — Reg. 774)
Schenkung von Hutto und Irmendrud unter König Karl und Abt Gundeland

Wir, Huto und meine Gemahlin Irmendrud, machen im Namen Gottes eine Schen-
kung. Wir lassen sie dem Hl. Nazarius zukommen, dessen Leib im Lorscher Kloster ruht,
dem der ehrwürdige Abt Gundeland vorsteht. Ich übergebe einen Weinberg in pago
wormfatiensi — im Wormsgau), und zwar in

Ibersheim (am Rhein n. Worms). Vertragsfertigung. Geschehen in monasterio lauris-
h(amensi = im Lorscher Kloster) am 12. Juni im 4. Jahr (772) des Königs Karl.

URKUNDE 1498 (27. Mai 783? — Reg. 1902)
Schenkung der Theotsuint in demselben Weiler unter König Karl und Abt Helmerich

In Christi Namen, am 27. Mai im 20. Jahr (788; vielleicht richtig: 15. Jahr — 783)
des Königs Karl wende ich, Theotsuint, dem Hl. "N(azarius) eine Gabe zu. Der Leib des
Heiligen ruht im Lorscher Kloster, dem der ehrwürdige Helmerich (778—784) als Abt
vorsteht. Als immerwährendes Besitztum schenke ich einen Weinberg in pago worm(atien-
si = im Wormsgau), in

Ibersheim (am Rhein n. Worms). Urkund dessen nachfolgende Fertigung. Geschehen
in monasterio \zunsh( amensi — im Lorscher Kloster). Zeit wie oben.

URKUNDE 1499 (um 780 — Reg. 1861a)
Schenkung des Hocger im gleichen Weiler unter König Karl und Abt Helmerich

Ich, Hocger, mache im Namen Gottes eine Vergabung an den Hl. Nazarius, dessen
Leib im Lorscher Kloster ruht, das unter der Leitung des ehrwürdigen Abtes Helmerich
(778—784) steht. Als ewiges Eigentum schenke ich einen Weinberg und zwei Wiesen in
pago wormat(iensi — im Wormsgau), in der

Ibersheimer marca (Gemarkung Ibersheim/R. n. Worms). Damit ist der Vertrag abge-
schlossen. Geschehen in monasterio lzurish( amensi = im Lorscher Kloster) im 6. Jahr
(774; vielleicht etwa 12. Jahr — 780) des Königs Karl.

URKUNDE 1500 (18. März 769 — Reg. 384)
Verkauf des Waldolf im gleichen Weiler unter König Karl und Abt Gundeland

Wir, Waldolf und Wilgerat, haben im Namen Gottes dem ehrwürdigen Gundeland,
Abt des Klosters vom Hl. N(azarius), einen Weinberg in pago worm(atiensi = im Worms-
gau), in der

Ibersheimer marca (Gemarkung Ibersheim/R. n. Worms) verkauft. Dagegen erhielt ich
von ihm als Gegenwert ein Pfund Silber. Geschehen in monasterio laurish( amensi == im
Lorscher Kloster) am 18. März im 1. Jahr (769) des Königs Karl.
loading ...