Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

Seite: 330
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URKUNDE 1870 (808 oder 809 — Reg. 2996)
Schenkung des Gerold in Dalheim unter König Karl und Abt Adalung

Im Namen Gottes reiche ich, Gerolt, dem Hl. ~N(azarius) eine Gabe. Sein Leib ruht im
Lorscher Kloster, das vom ehrwürdigen Abt Adalung betreut wird. Ich schenke eine Hof-
reite in pago wormatfiensi — im Wormsgau), in

Dalaheim (Dalheim sw. Oppenheim!R.). Urkund dessen untenstehende Fertigung. Ge-
schehen in monasterio lci.urish( amensi = im Lorscher Kloster) im 41. Jahr (9. Oktober 808
bis 8. Oktober 809) des Kaisers Karl.

URKUNDE 1871 (Aktennotiz Ende ll./Anf. 12. Jhdt.)
Schenkung des Hezilo ebenda unter Abt Anselm

Ein Edelmann namens Hezil übergab Gott und dem Hl. Nazarius sein Gut in
Dalaheim (Dalheim sw. Oppenheim!R.) zu seinem und aller seiner Verwandten See-
lenheil. Wir aber haben ihm gegenüber und für seine Nachkommen nach dem Erbrecht die
auf dieses Gut sichergestellte Verpflichtung übernommen, aus den Erträgen dieses Gutes
unseren Brüdern (den Mönchen) Zulagen zu gewähren, und zwar am Palmsonntag 30 Bat-
zen und am Feste des Hl. Martin (11. November) weitere 30 Batzen. Geschehen in mona-
sterio laurishföwensi — im Lorscher Kloster) unter dem ehrwürdigen Abt Anselm (1088—
1101).

URKUNDE 1872 (2. Juni 767 — Reg. 166)
Schenkung des Godewin im nämlichen Weiler unter König Pipin und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 2. Juni im 15. Jahr (767) des Königs Pippin beabsichtige ich,
Goduin, eine Zuwendung an den Hl. "N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht,
dem der ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht. Ich schenke als immerwährendes Eigen-
tum eine Wiese in pago wormat(ien5i — im Wbrmsgau), in der

Dalaheimer marca (Gemarkung Dalheim sw. Oppenheim!R.). Der Besitzwechsel ist
damit vollzogen. Geschehen in monasterio \z.m(ish amensi =. im Lorscher Kloster). Zeit wie
oben.

URKUNDE 1873 (18. Mai 770 — Reg. 488)

Schenkung des Wanther in Bechtolsheim unter Kaiser Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 18. Mai im 2. Jahr (770) des Kaisers (richtig: Königs) Karl.
Wir, Willesuint und meine Söhne Wanther und Rudher, übereignen dem heiligen Märty-
rer ~N(azarius) ein Geschenk. Der Heilige ruht im Lorscher Kloster, das unter der Auf-
sicht des ehrwürdigen Abtes Gundeland steht. Gestützt auf diese vertragliche Überein-
kunft schenken wir drei Morgen Land und eine Wiese in pago wovm(atiensi — im Worms-
gau), in

Bertolfesheim (Bechtolsheim sw. Oppenheim!R.). Geschehen in monasterio laur(isha-
mensi — im Lorscher Kloster). Zeit wie oben.

URKUNDE 1874 (774 oder 775 — Reg. 1229)

Schenkung des Raning ebenda unter Kaiser Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, im 7. Jahr (9. Oktober 774 bis 8. Oktober 775) des Kaisers (richtig:
Königs) Karl will ich, Raning, ein gutes Werk verrichten. Es soll dem Hl. ~N(azarius) zu-
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