Wemhoff, Matthias <Prof. Dr.>
Das Damenstift Herford: die archäologischen Ergebnisse zur Geschichte der Profan- und Sakralbauten seit dem späten 8. Jahrhundert (Band 2): Katalog und Tafeln — Bonn, 1993

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VII. Numerischer Katalog der Befunde

VII. 1 Einführung in den Katalog

Der Katalog ist auf der Grundlage der während der Gra-
bung vergebenen Befundnummern erstellt worden. Da
Doppelbennungen und Fehlzuweisungen bereinigt wor-
den sind, erfolgt die Numerierung nicht durchlaufend.
Gleichzeitig sind größere Lücken im Katalog durch die
Unterteilung in sechs Grabungskampagnen entstanden.

Die Nummern 3-613 wurden 1988 vergeben. Aus dem-
selben Jahr stammen die von W. Niemeyer bei der Un-
tersuchung der überwiegend industriellen Befunde in
Zone I vergebenen Nummern 701-928. Die Befunde
1000-1423 gehören zur Grabung 1989, die Nummern
1500-1883 wurden 1990 vergeben. Der Zählung des von
U. Lobbedey 1972 begonnenen und 1975 fortgeführten
Katalogs ist die Ziffer 2 vorangestellt worden, er umfaßt
die Befunde 2001-2140. Dem Grabungskatalog der
Ausgrabungen in der Münsterkirche 1965 und 1966
wurde die Ziffer 3 zugeordnet, er besteht aus den Be-
funden 3001-3310.

Die Katalogtexte der Altgrabungen beruhen auf den
handschriftlichen Aufzeichnungen des damaligen Aus-
gräbers Lobbedey im Katalog und im Tagebuch, sind
aber in der Regel sprachlich neu gefaßt, gekürzt und
dem einheitlichen Katalogschema angepaßt worden. Be-
funden. die vom Ausgräber nur in den Zeichnungen be-
schrieben oder mit a- und b-Nummem bezeichnet wor-
den sind, wurde eine neue Nummer zugeteilt.

Im Katalog wird neben der Befundnummer die Art des
Befundes genannt. Dabei wurde Wert auf eine mög-
lichst allgemeine Klassifizierung gelegt. Mit wenigen
Ausnahmen sind die folgenden Bezeichnungen verwen-
det worden.

a)

Gruben und Mauerwerk:

Grube

Grabgrube

Pfostengrube

Pfostenspur

Ausbruchgrube

Mauerwerk

Fundament

Steinsetzung

b) Bodenhorizonte:
Bauhorizont
Aufplanierung
Laufniveau
Pflasterung

Estrich

Schuttschicht

Auffüllung

Außenniveau

Nach der Numerierung und Klassifizierung des Befun-
des folgen Informationen, die seiner näheren Einord-
nung dienen. Die Angabe der Zone und der Bauphase
ermöglicht ein Auffinden des Befundes in der Beschrei-

bung der zugehörigen Bauphase im Textteil dieser Pu-
blikation.

Neben den zur genauen Lagebestimmung dienenden
Höhen- und Koordinatenangaben ist zur ersten zeitli-
chen Orientierung die Nummer der Periode aufgeführt,
welcher der Befund zugeordnet worden ist.

Als letzte Nennung im Kopfbereich der Befundbe-
schreibung folgt der Verweis auf die Abbildungen des
Befundes; auf die Wiedergabe des Befundes in der Flä-
chenzeichnung wird dagegen nicht gesondert verwiesen.
Die Angabe einer Abb. bezieht sich auf den Band I, Taf
auf den Band II, die hinter dem Punkt angefügte Zahl
auf das Foto der jeweiligen Tafel. Beil, schließlich ver-
weist auf den Band III, die anschließende Zahl hinter
dem Doppelpunkt auf das entsprechende Profil. Darüber
hinaus sind alle mit einem Sternchen (*) gekennzeich-
neten Befunde im Gesamtbefundplan (Beil. 15-19) auf-
geführt.

Als nächstes folgen Angaben, die die Lagebeziehungen
des Befundes beschreiben. Unter Bezug sind Entspre-
chungen zu anderen Befunden, wie gleiche Fluchten,
funktionale Zusammenhänge u. ä., aufgeführt. Die fol-
genden Rubriken schneidet und geschnitten geben in der
Regel das Verhältnis zu den direkt angrenzenden Be-
funden wieder, häufig wird zusätzlich auch das Verhält-
nis zu den für die Interpretation wichtigen Leithorizon-
ten genannt.

Anschließend erfolgt unter Form eine Beschreibung des
Befundes. Wenn im Befund eine Vielzahl unterschiedli-
cher Materialien vorhanden gewesen sind, werden diese
nach der Beschreibung der Form gesondert aufgeführt.
Unter Zusammensetzung wird der Hauptbestandteil ge-
nannt, unter vermischt folgen die weiteren geologischen
Bestandteile. Die auf die Bautätigkeit verweisenden
Materialien, also Mörtelbruch, Steinsplitt, Holzkohle
(HK) u.ä. werden anschließend unter dem Begriff
durchsetzt aufgeführt. Damit ist die Beschreibung des
Befundes abgeschlossen und es folgt die Auflistung der
Funde in folgender Reihenfolge:

Gesamtzahl der Keramikfrgte.

Glas

Eisen

Buntmetall

Knochen

Bauplastik, Baukeramik

Abschließend werden die Keramikfragmente, gegliedert
nach Warenart und Form, aufgeführt.
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