Zimmermann, Karin [Hrsg.]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 1 - 181) — Wiesbaden, 2003

Seite: 78
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COD. PAL. GERM. 28

Hannover 1964, S.106). Saurma-Jeltsch (Bilderhandschriften 1, S.56-59) ordnet die Handschrift neuerdings
einer parallel arbeitenden Organisation zu, die - ebenfalls als lockerer Verbund arbeitend und möglicherweise
in Straßburg angesiedelt - illustrierte Handschriften fertigte und zählt sie zum ,Umfeld der Werkstatt von 1418'.
Zu dieser Einordnung vgl. auch Stamm, S.333, Anm.19; dies., Buchmalerei in Serie, S. 130 f., Abb. 3: Bl. 24v,
Abb.4: Bl. 29v. Nach Wegener (S.VIf.) von Kurfürst Ludwig III. von der Pfalz erworben. Hs. bei der Katalo-
gisierung 1581 im Inventar der Heiliggeistbibliothek verzeichnet: Vatikan BAV Cod. Pal. lat. 1931, 85bisv [Theo-
logici] Die vier vnd Zwentzig Alten, geschrieben, Papier in Median, bretter, schwartz leder, bucklen. 2' Biblio-
thekstitel, 16. Jh.: Viginti quatuor Seniores. Vorderspiegel Inhaltsangabe (20. Jh., Bibliothekar Hermann Finke).

Schreibsprache: elsässisch.

Literatur: Bartsch, Nr. 19; Wilken, S. 319; Wegener, S. 12f.; Kat. HSA-BBAW (Wieland Schmidt, 10.12.1929,
6 Bll.); Wieland Schmidt, Die vierundzwanzig Alten Ottos von Passau, Leipzig 1938 (Nachdruck New York
1967), S.76-78 Nr.26; KDIHM 1 (1991), S.165-167, Abb.85: Bl. lv; Saurma-Jeltsch, Bilderhandschriften 2,
S. 53 f. Nr. 36, Abb. 41: Bl. 45v; Volltext-Digitalisat der Handschrift unter http://digi.ub.uni-heidelberg.de/cpg27.

lv-166vb OTTO VON PASSAU, DIE 24 ALTEN. 2ra Hie vohet sich an daz buch daz do genant
ist Quatuor figinty uiginti Seny(i)ores [Verbesserungen von späterer Hand] daz spricht in tütsche
die xxiiii alten vnd het die heiige geschrift gar har in gezogen ... 166v Die sich der lere dis buches
gebessern mügent Endelich vnd Ernstlich vor mich got bitten wellent Ich si lebendig oder dot vor
einen demütigen Otten bruder von Passouwe Sant Franscissen orden etzswenne lesemeister zu Ba-
sel der dis buech von dem anevange vntz an daz ende mit grossem flisse vnd Ernste vnd arbeit von
stücke zu stücke vnd von sinnen zu sinnen alsament gemäht vnd voilebracht het Anno domini Mil-
lesimo quadringentesimo Decimo octavo finitus est off Sant Valentinus tag [14. Februar 1418]. Zum
Text vgl. Jänecke (s.o.), S. 104-112; Backes, S. 114; Andre Schnyder, in: VL2 7 (1989),
Sp.229-234; Norbert H. Ott, in: Killy 9, S.56. - l*r-2*v, V, 167*r-168*v leer.

KZ

COD. PAL. GERM. 28

Heinrich Seuse • Meister Eckhart • Mönch von Heilsbronn u. a.

Papier • 208 Bll. • 30 x 20,3 • Südwestdeutschland • 2. Viertel 15. Jh.

Lagen: (I+l)3* + (VI+1)13 + 15 VI193 + (V+2)205*. Reklamanten, zum Teil durch Beschnitt weggefallen. 52r erhal-
tene Blattsignatur der fünften Lage: 3. Foliierung des 17. Jhs.: 1-202. Bll. l*-3*, 203*-205* mit moderner Zäh-
lung. Wz.: Dreiberg mit Lilie mit den Initialen MGS (Vorsatz), ähnlich Heawood 1460 (Rom 1654; s. Einleitung,
S.XVI); gerautetes Wappenschild (altes Vorsatz), ähnlich Briquet 1999 (Speyer, Schweinfurt, Durlach,
1545-1579; vgl. Wz. Vorsatz Cod. Pal. germ. 60, 68, 115, 139, 163, 167, 214); ein weiteres Wz., nicht nachweis-
bar. Schriftraum: 23,5 x 14,5; zwei Spalten, 31 -32 Zeilen. Schleifenlose Bastarda von einer Hand. Rote Lombar-
den über zwei bis vier Zeilen. Übliche Rubrizierung. 170vb Raum für unausgeführte Miniatur (?). Pergament-
einband des 17. Jhs. (römisch), Rückentitel: 28/S. Bernahardi [l]/et Sancltorum (17. Jh.). Gelb-grünes Kapital.
Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 28.

Herkunft: Hs. der älteren Schloßbibliothek, verzeichnet bei der Katalogisierung 1556/59: Vatikan BAV Cod. Pal.
lat. 1932,42v [Theologici, 2°] Ein Bach von Innigkait, aufPapir ziemlich allt geschrieben. Bibliothekstitel, 16. Jh.:
1' >Ist ain Stück (. Nemlich das ander buch.) des buchs Seüsse<.; 2' >Ein gaistlich buech von Innigkhaiu. 1' Capsa-
nummer: C. 179; alte römische Signatur: 1860.

Schreibsprache: alemannisch mit bairischen Formen.
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