Zimmermann, Karin [Editor]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 1 - 181) — Wiesbaden, 2003

Page: 136
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COD. PAL. GERM. 48

(136v-140v) MARTIN LUTHER, PREDIGT 42/Io 6-8. >Die zehendt Predigt ...<. Ihr habt ge-
hört, wie der herr gesagt hat zu den Juden: ,Der Vater lest mich nicht allein ... 140v Wir sein die
Christliche kirche vnd heilig, wie können wir irren etc. Predigt gehalten am 2. Dezember 1531. Text
(nach Cod. Pal. germ. 47): WA 33, S.636a/Z. 18-645a/Z.4.

(140v-146v) MARTIN LUTHER, PREDIGT 43/Io 6-8. »Die eilffte Predigt ...<. Ihr habt nechst
gehört, das der herr Christus den Juden gepredigt hatt, das sie seine predigt Erst wurden Erkennen,
wen Er von ihnen wurde gecreutziget vnd Erhöhet sein ... 146v will die leuthe verfuren vnnd ge-
fangen nemen. Predigt gehalten am 9. Dezember 1531. Text (nach Cod. Pal. germ. 47): WA 33,
S.645a/Z. 5-660 a/Z. 13.

(146v-147r) MARTIN LUTHER, PREDIGT 44/Io 6-8. >Die Zwolfftepredigt ...<. Ich habe mir
für genommen, von der lieben vnnd heiligen Tauffe zu predigen ... 147r was Gott heiszet, Dorumb
spricht Christus: ,Wer do [bricht ab]. Predigt gehalten am 10. Februar 1532. Text (nach Cod. Pal.
germ. 47): WA 33, S. 660a/Z. 15 - 662a/Z. 9. - 147v- 150*v leer.

Deutsche Bearbeitung der Predigtnachschriften Georg Rörers (1492-1557; ADB 53, S.480-485)
und anderer (s. WA 33, S.VIII) durch Johann Aurifaber (s. Herkunft).

KZ

COD. PAL. GERM. 48
Martin Luther: Predigten

Papier • 205 Bll. • 31,7x20,5-21,5 • Weimar • nach 1550

Lagen: (II-l)3* + I1 (mit Bl. 4») + 3 III19 + I20a* + 2 III32 + II35a" + 2 III47 + II51 + 2 III63 + II67 + 3 III8
I95 (mit Bll. 90a*, 91 a*) + 25 II195 + (II-2)197*. Aus ursprünglich zwei Faszikeln zusammengebunden (1.4*-90a*;
II. 91 -195). Im zweiten Faszikel regelmäßige Kustoden (B-Z, AA - CC). Die von Wille (S. 9) gelesene Bogen-
bezeichnung A ist nicht mehr vorhanden. Foliierung des 17. Jhs.: 1-195, überspringt Bll. 20 a*, 35 a*, 90 a*, 91 a*;
diese und die Bll. 1*—4*, 196*-197* mit moderner Zählung. Wz.: Buchstabe K in Kreis (altes Vorsatz; vgl. iden-
tisches Wz. Vorsatz Cod. Pal. germ. 115, 211; identisches Wz. Text Cod. Pal. germ. 177, Bll. l-9b*, Cod. Pal.
germ. 234, Bll. 2-18, Cod. Pal. germ. 240 und 256), ähnlich Briquet 8266 (Kemptener Papier; Regensburg
1576); Buchstabe P mit Wappenschild mit Traube (Faszikel II; altes Vorsatz), Piccard 4, XVII/549 (Augsburg
1565/1566); Buchstabe W (verschiedene Varianten), darunter Briquet 9149 (Dresden 1551). Schriftraum: I.
lr-20v, 42r-90v, 92r-95v: 27x 16-18; 26-30 Zeilen; II. 21r-41v: 25 x 17; 18-30 Zeilen; III. 96r-195r: 28 x 17-18;
25-28 Zeilen. Kurrentschrift des 16. Jhs. von drei Händen: I. lr-20v, 42r-90v, 92r-95v: Johann Aurifaber; IL
21r-41v: auch Schreiber II Cod. Pal. germ. 42; III. 96r-195r. Fuggersignatur und Notizen (Metallstift; s.u.) von
einer weiteren Hand des 16. Jhs. Überschriften und im Text hervorgehobene Wörter zum Teil in Majuskeln.
Korrekturen (unter anderem 62v, 63r) von der Hand des Schreibers. Am Predigtbeginn Angabe der Predigtda-
ten und -texte, selten des Predigtortes. Wenige am Rand ausgeworfene Betreffe, lateinisch. Teilweise starke Ver-
bräunung des Papiers durch Mikroorganismenbefall, stockfleckig, beginnender Tintenfraß. Pergamenteinband
des 17. Jhs. (römisch), Rückentitel: 48/M. LVTHERIICondoms/Anni 1540.1'& 1544. (17. Jh.). Gelb-grünes Ka-
pital. Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 48.

Herkunft: Hs. der Fuggerbibliothek: vgl. 91' Fuggersignatur: p. 70. F. N°. 46 und Rötelnummer: 46 (Lehmann
2, S. 457f.); vielleicht identisch mit dem im Fuggerinventar von 1571 verzeichneten Exemplar: Vatikan BAV Cod.
Pal. lat. 1921, 61v £>. M. L. in trium regum concio. Item der Iuristen schwiezbad. (Lehmann 2, S.226). Zur Pro-
venienz vgl. weiter Cod. Pal. germ. 41, Herkunft. 91r Capsanummer: C. 81.

Schreibsprache: hochdeutsch mit wenigen ostmitteldeutschen Formen.
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