Zimmermann, Karin [Editor]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 1 - 181) — Wiesbaden, 2003

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COD. PAL. GERM. 65

Ps 114-116, 119, 120; Dienstag/Vesper: Ps 121-125; Mittwoch/Vesper: Ps 126-130; Donners-
tag/Vesper: Ps 131,132,134-136; Freitag/Vesper: Ps 137-141; Samstag/Vesper: Ps 143-147; [Sonn-
tag]/Komplet: Ps 4, 30, 90, 133.

87v-89r SYMBOLUM ATHANASIANUM, deutsch >Item den nachulgenden psalm hatt ge-
macht Athanasius vnd ist der leczstpsalm in derprim zeit<. Quicumque vult saluus esse. Welcbter
will behalten werden der bedarf/vor allen dingen das er behalt den cristenlichen gelauben ... 89r
Dicz ist der cristenlich gelaub. wer den nit getrewlichen vnd festeklich glaubt der mag nicht be-
halten werden. - 89v-93""v leer.

KZ

COD. PAL. GERM. 65

Jean de Mandeville: Reisen, deutsch

Papier ■ 143 Bll. • 27x 19,7 • Erbach/Hirschhorn (?) • 3. Viertel 15.Jh.

Lagen: I + 11 VI +(VI-3)4 ; vorne und hinten je zwei moderne Vorsatzbll., ungezählt. Regelmäßige Rekla-
manten. Foliierung des 17. Jhs.: 1-139. Bll. 1*—2*, 140*-141 * (früher: 1»*—2**) mit moderner Zählung. Wz.:
Ochsenkopf mit Sichel (Vorsatz; vgl. Wz. Cod. Pal. germ. 98), Piccard 2, Typ 1/732 (Calw u.ö. 1461-1473);
zwei weitere Wz., nicht nachweisbar. Schriftraum: 22 x 14,5; zwei Spalten, 27-30 Zeilen. Bastarda von einer
Hand. V Fleuronnee-Initiale (rot-blau) über 21 Zeilen. Rote und blaue Lombarden über zwei bis drei Zeilen,
rote und blaue Paragraphzeichen. Alphabete (s.u.) in roter Tinte. Übliche Rubrizierung. Neuer roter Halble-
derband. Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 65. Laut Sandbach (S. 12) befand sich auf dem Einband
des 17. Jahrhunderts der Titel: Historia compendiosa remotarum regionum [et eorum /ifer(arum); vgl. auch
Vatikan BAV Cod. Vat. lat. 13220, 18*], Jungbluth (s. Lit.) zitiert: 65/Historia/compe[n]diosa/Renotum/
Regionu[m\.

Herkunft: 35r Wappen von Erbach und Hirschhorn in den Text eingegliedert (Zu Erbach s. Alfred F. Wolfert,
Die Abstammung der Grafen zu Erbach von Karl dem Großen, in: Beiträge zu Erforschung des Odenwaldes
und seiner Randlandschaften 3 [1980], S. 53-78). Hs. der älteren Schloßbibliothek, verzeichnet bei der Katalo-
gisierung 1556/59: Vatikan BAV Cod. Pal. lat. 1937, 66v [Historici, 2°] Montauilla. Von frembden Sachen, landen,
vnd thieren; auf Papir geschriben. 1.3. 4.; Abschrift in Vatikan BAV Cod. Pal. lat. 1941, 53r [Historici, 2°] Mon-
tauilla von frembden Sachen, landen vnd thieren. Auf Papir geschrieben. V der im Zuge der Katalogisierung ein-
getragene Bibliothekstitel: >Montauilla<. Vorderspiegel aufgeklebter Zettel mit Inhaltsangabe (20. Jh., Bibliothe-
kar Hermann Finke).

Schreibsprache: südrheinfränkisch mit westmitteldeutschen Formen.

Literatur: Bartsch, Nr. 41; Wilken, S. 332; Sandbach, S. 12 (Sigle a); Schoerner, S. 19 Nr. 15; Kat. HSA-
BBAW (Günther Jungbluth, Oktober 1937, 8 Bll.); Bennett, S.315 Nr. 15; Röhricht, S.81; Ridder, S.56f.
(Sigle H,).

lra-139vb JEAN DE MANDEVILLE (John Mandeville), REISEN, IN DER ÜBERSETZUNG
OTTOS VON DIEMERINGEN. [Prolog:] lra ICh Otto von Dyemeringen ein dumherre zu
Mecze in Luttringen han diß buch verwandelt vß welsche vnd latin in dutsche... [Text:] 8ra Ichjo-
hans von Menteuil ritter geborn von Engellant von der stat die da heißet sancte Alban sas im schiffe
des jares do man zalt von Cristes geburte tusent druhundert xxii iar vnd bin gefaren über mere vnd
bin lange vß gewesen ... 139v vnd daz selbe bitten ich dich auch O Criste got in Ewikeit das du

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