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Zimmermann, Karin [Editor]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 1 - 181) — Wiesbaden, 2003

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https://doi.org/10.11588/diglit.2667#0251
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COD. PAL. GERM. 68

Sp. 1236-1239. Hs. erwähnt unter anderem bei Norbert H. Ott, Überlieferung, Ikonographie -
Anspruchsniveau, Gebrauchssituation. Methodisches zum Problem der Beziehungen zwischen
Stoffen, Texten und Illustrationen in Handschriften des Spätmittelalters, in: Literatur und Laien-
bildung im Spätmittelalter und in der Reformationszeit (Symposion Wolfenbüttel 1981), hrsg. von
Ludger GRENZMANN/Karl Stackmann, Stuttgart 1984, S. 373. - l*r-2*v, 102*v- 104*v leer.

KZ

COD. PAL. GERM. 68
Predigtsammlung

Papier • 118 Bll. • 19,7 x 13,6 • Heidelberg (?) • nach 1426

Lagen: (I-l)1* + V10 + VI22 + V32 + VII46 + VI58 + (V+l)69 + 3 VI105 + (VI-1)116* + (I-l)117*. Regelmäßige Kusto-
den, zum Teil durch Beschnitt weggefallen. Foliierung des 17. Jhs.: 1-114. Bll. 1*, 115*-117":" mit moderner Zäh-
lung. Wz.: gerautetes Wappenschild (Vorsatz), ähnlich Briquet 1999 (Speyer 1545; vgl. Wz. Vorsatz Cod. Pal.
germ. 28, 60, 115, 139, 163, 167, 214; s. Einleitung, S. XVII); ein weiteres Wz. mit Varianten, nicht nachweisbar.
Schriftraum: 17-17,5 x 10,5-11; 20-23 Zeilen. Bastarda von einer Hand. Schreiberspruch (114v) teilweise in Ma-
juskeln (mit Elementen von Textura und Fraktur). Häufige Korrekturen einer zweiten Hand. Überschriften in
Rot. Rote Lombarden über zwei bis vier Zeilen, zum Teil mit Schaftaussparungen (lr). Wenige Paragraphzei-
chen. Übliche Rubrizierung. Falzstreifen (s. Fragmente). Brauner Ledereinband mit blindgedruckten Rollen-
stempeln von Jörg Bernhardt (?). Vorderseite vergoldete Platte mit Bildnis Ottheinrichs in Kartusche, oben
O. H. [Ottheinrich], unten P. C. [Pfalzgraf Churfürst]; Jahreszahl 1558; vergoldeter Engelskopf (Presser, S. 287,
Abb. 5); Rückseite vergoldetes Wappen der Pfalz in Kartusche (Haebler 2, S. 71, Platten V, VII, Rollen 2, 3, 4,
7; Berenbach, S. 32 Nr. 25), am Rücken Signatur: 68 (Durchschlag des alten römischen Signaturschildes). Blau-
weiß-rotes Kapital. Messingbeschläge, zwei Riemenschließen. Restaurierung 1962 (Hans Heiland): Zwei alte pa-
pierne Titelschilder abgelöst und separat aufbewahrt (jetzt Cod. Pal. germ. I): [...] Concio (Jungbluth [s. Lit.]
liest noch: [...]ndem/Jesu/M[a]rue/Concio). Einband gereinigt und konserviert.

Herkunft: Cod. Pal. germ. 68 ist sehr wahrscheinlich eine Abschrift des Predigtteils aus Cod. Pal. germ. 61
(lr-59v). Zum Einband s.o. Vorderdeckel Capsanummer: C. 128; alte römische Signatur: 1315.

Schreibsprache: Abschrift nach Vorlage (Cod. Pal. germ. 61; s.d.) mit Orientierung zum Hochdeutschen.

Literatur: Bartsch, Nr. 44; Wilken, S.333 (fälschlich als Cod. Pal. germ. 69 gezählt); Kat. HSA-BBAW
(Günther Jungbluth, November 1937, 22 Bll.).

lr-114v PREDIGTEN UND BETRACHTUNGEN.

(lr-10r) PREDIGT ÜBER DIE VERKÜNDIGUNG MARIA. >Das ist ein Predige von derKun-
digunge vnsers heren Ihesu Cristi in dem grus Maria her Botschaffv. DEr hochwirdig grus Marie
vnd das demütig nydem vnsers heren Ihesu Cristi geh vns enpfinden ...Es ist selten kein volgel wie
übel er singe er ticktet vnd quindilt ym yenant... 9V vnd todez 10r Bitterkaut darnach daz wir
genyssen vndgehruchen der hailigen dryualtikaut ane ende Ewiclichen Amen. Text auch Cod. Pal.
germ. 61, lr-5r; München BSB Cgm 230, Nr.4, 165r-169r (Kat. München, BSB 5,2, S.99); Mün-
chen ÜB 8° Cod. ms. 277,193v-196v (dort als Sendbrief bezeichnet; Kat. München, ÜB 1, S.290).
-l*r/vleer.

(10r-32v) PREDIGT ÜBER DIE HIMMELFAHRT MARIA. >Ein predig von der schiedung der
hiemel konigim. Uon der hoch wir digensten vnd aller gnadynreichsten mynneclichsten vnd aller-

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