Zimmermann, Karin [Editor]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 1 - 181) — Wiesbaden, 2003

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COD. PAL. GERM. 120

... 134v die heilige driueltigkeit die da ist ein warer gott vnnd die werde hoch gelopt junckfrauwe
Maria Amen. Explicit deo gratias. Text (nach Cod. Pal. germ. 119): Wilhelm Martens, Historia de
Sancto Gregorio Papa. Eine Prosaerzählung nach dem Gregorius Hartmanns von Aue. Nach ei-
ner Heidelberger Handschrift des XV. Jahrhunderts (Cod. Pal. No. 119), 1. Teil: Text der Hand-
schrift, Tauberbischofsheim 1883 (Beilage zum Programm des Großherzoglichen Progymnasiums
Tauberbischofsheim), S. 1 -14 (alles, was erschienen); Plate (s. Lit.), S. 40-169. - 134*r v leer.

135r-178v ,DER JUNKER UND DER TREUE HEINRICH'. >[rot:] Ein history von eim edel-
man vnd sinem knechte Heinrich. Wollent ir stille getagenn/So horent ich will uch sagen/'Was hie
vor ist geschitt/Abenture der man nü findet nit... 178v Heinrich bleib auch alda/Zu land was ime
nitgagh/Hie laß ich dieß rede belibenn/ Got muß vnnß in sin rieh schriben. Amen. Text (nach Cod.
Pal. germ. 119): Werner Schröder, Variable Verschriftlichung eines Märe. Ein history von eim
edelman vnd sinem knechte Heinrich, Stuttgart 1996 (Sitzungsberichte der Wissenschaftlichen
Gesellschaft an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main 34,3), S. 92-160.
Zum Text s. Walter Johannes Schröder, in: VL2 4 (1983), Sp. 933 f. - 178*-178*** leer.

SG

COD. PAL. GERM. 120

Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz: Stammbuch

Papier -1+270+1 Bll. • 14,2 x 8,5 • verschiedene Orte • 1582-1605

Lagen: Lagenformel aufgrund zu enger Heftung nicht bestimmbar. Zahlreiche Ecken abgerissen, teilweise in der
Neuzeit ausgebessert. Ordnung der Hs. am Beginn durch Verbinden und Blattverlust (Textverlust?) gestört (vgl.
Paginierung). Seiten stark beschnitten, teilweise Textverlust. Paginierung des 16. Jhs.: 6 [= P], 15-16 [=3r *], 19
[=4"]-41 [=15"], bricht ab. Foliierung des 17. Jhs.; zählt auch leere Bll.: 1-269. Bl. 1* mit moderner Zählung
(Jungbluth [s. Lit.] erwähnt zusätzlich Bl. 270*, heute verloren); vorne und hinten je ein modernes Vorsatzbl.,
ungezählt. Wz. nicht erkennbar. Schriftraum und Zeilenzahl stark variierend. Kurrentschrift des 16./17. Jhs. von
zahlreichen Händen. 143 vollfarbige Wappen (Deckfarben, teilweise mit Blattgold oder Goldfarbe) der Einträ-
ger, häufig in Architekturrahmen, einige nicht ausgeführt (künftig: W). Miniaturen: 2r zwei Putten mit Spruch-
band (R. M. H. N. D. W. [Regier' mich Herr nach Deinem Wort; Devise Kurfürst Friedrichs IV.]); 5r über dem
Wappen Seestück in Grisaillerahmen, plastisch gerahmtes Wandbild imitierend; 16v fünf Jagdszenen in Medail-
lons; 17r zwei, das Wappen flankierende Figuren: Caritas mit Kelch und Kruzifix, Justitia mit Waage und
Schwert; 18r zwei, das Wappen flankierende weibliche Figuren (nicht bestimmbar); 19v Reiterschlacht in Lünette
(gestürzt); 26v Justitia; 31 "Spruchband (/. 5. T. [Initium sapientiae timor(dei)]?); 42r über dem Wappen Seestück
in Rollwerkrahmen, plastisch gerahmtes Wandbild imitierend; 47v drei Hasen (vgl. unter anderem das Drei-Ha-
sen-Fenster im Domkreuzgang von Paderborn); 53r Ritter in Rüstung; 85v Turnierszene; 89r Schilfrohre in Me-
daillon, darüber zwei Pfauen (Umschrift: ßectimur non frangimur); 94v Krähe, die einem Leichnam die Augen
aussticht, mit Spruchband (1588 id [?] vivis parasite facis); 96" Duellszene zu Pferd; 97r Standartenträgerin in
zeitgenössischem Kostüm; 115r Ritter in Rüstung; 143v Mann, der beim Zünden einer Kanone getötet wird;
1787179r Ritter in Rüstung mit Lanze und Wappen und gesatteltem Pferd am Zügel; 179v Pelikan, der seine Jun-
gen mit dem eigenen Blut nährt; 212v springender Hirsch vor Baum in Landschaft (signiert MK). Bl. 146 teilweise
gefärbtes Papier. Schwarzer Ledereinband (19. Jh.), eingefaßt mit blindgedruckter Streicheisenlinie, zwei
Metallschließen (Eisen). Rücken ergänzt. Goldschnitt, stark berieben. Gelb-rosa, mit Goldfäden durchwirktes
Kapital. Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 120.

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