1433. 383
vor so vele gheldes unde in sodaner paymente, do ik her Boell eme ghedaen hebbe unde hiir
vorghescreven is. Weer aver sake, dat ik her Boell vorg. dijt vorben. land uthsette enen anderen
vor so vele gheldes, do ik dar upp ghedaen hebbe unde hijr vorghescreven steyt, so mach Imele
hofftlinghe vorben. off syne rechten erven dijt selve land wedder losen van den ghenen, den dat
ghesetted were vor so vele gheldes in sodanen paymente, so hee van my heren Bolen heft unt-
fanghen sunder anrekinghe der hure so vorg. is. Dess in orkunde hebbe ik here Boell curet
vorg. mynen inghesegel wytliken heten hanghen an dat spacium desses breves. Anno Domini
M°CCCC0XXXIII°, in vigilia Johannis baptiste.
Das Siegel ist verloren.
416-
Die Stadt Lübeck tlieilt den Preussischen Städten die geschehene Eroberung von Emden und der
Sibetsburg mit und bittet um ihre Zustimmung zu der Einsetzung eines Pfundzolles in Brügge, um
die Unkosten des Feldzuges in Friesland daraus zu bestreiten.
Nach dem Orig. im Archive zu Danzig gedr. v. d. Ropp, Hanserecesse I, S. 129. — Gleichzeitige Abschrift im
K. Staatsarchive zu Königsberg.l) Hieraus in einer hochdeutschen Uebertragung gedruckt von Voigt, die Vitalien-
brüder, in Baumer's historischem Taschenbuche. 1841. S. 155.
14. September 1433.
Den ersamen unde wysen mannen, heren borgermeysteren unde radmannen der gemeynen stede
des landes to Prutzen, unsen besundern leven vrunden.
Unsen vrundliken grut unde wes wy gudes vormogen tovoren. Ersamen heren, besundern
leven vrunde. Alse wy juwen ersamheyden in dem wyntere nyest vorleden screven unde vor-
kundigeden, wo sik vele loser unde böser partye in Vreslande vorgadderden, umme den eopman
unde gemeynen wanderenden man an der zee to beschedegende etc.; darup juwe ersamheyde
uns under mer anderen worden wedderscreven, dat wy juw unsen vorram unde gutdunkend scri-
ven scholden, wo men sulke hulpe, alse to vorstoringe der vorgeroreden bösen unde vorgiftigen
partye, alder beqwemelikest to weghe bringen mochte etc. Also, leven vrunde, was nu de vor-
gerorde boze partye so sere gewassen und mechtich geworden, dat se groten schaden tor zee-
ward deden alle manne, dar se overqwemen, also dat grundlik vorderff vor oghen was, hadde
me» deme mit der hulpe van Gode an der tyt nicht ernstliken und kreftliken mit manheyd wedder-
staen, als et, God des gelovet sy, geschehen is. Wente unse vrunde van Hamborg, anzeende
unde besorgende sodane vorderfflik qwat, hebben mit groter macht unde were alrede lange tyd
na unseme rade unde mit unser hulpe in Vreslande gewesen, unde sterked ere were noch van
dage to dage, unde hebben mit der hulpe Godes gewunnen Emeden, stad und slot, dar se lüde
over verloren hebben,' doch van der wedderpartye bleven dot wol by 600 mannen, unde darto
416. ») Von Herrn Staatsarchivar Philipp! mit schätzbaren Anmerkungen gütigst in Abschrift initgetheilt. Das
Königsberger Exemplar ist diejenige Abschrift des Originals, welche der Eath von Danzig für die Stadt Thorn
hatte anfertigen lassen und mit Schreiben vom 29. September 1433 dorthin und ebenso nach Elbing abgeschickt hatte.
vor so vele gheldes unde in sodaner paymente, do ik her Boell eme ghedaen hebbe unde hiir
vorghescreven is. Weer aver sake, dat ik her Boell vorg. dijt vorben. land uthsette enen anderen
vor so vele gheldes, do ik dar upp ghedaen hebbe unde hijr vorghescreven steyt, so mach Imele
hofftlinghe vorben. off syne rechten erven dijt selve land wedder losen van den ghenen, den dat
ghesetted were vor so vele gheldes in sodanen paymente, so hee van my heren Bolen heft unt-
fanghen sunder anrekinghe der hure so vorg. is. Dess in orkunde hebbe ik here Boell curet
vorg. mynen inghesegel wytliken heten hanghen an dat spacium desses breves. Anno Domini
M°CCCC0XXXIII°, in vigilia Johannis baptiste.
Das Siegel ist verloren.
416-
Die Stadt Lübeck tlieilt den Preussischen Städten die geschehene Eroberung von Emden und der
Sibetsburg mit und bittet um ihre Zustimmung zu der Einsetzung eines Pfundzolles in Brügge, um
die Unkosten des Feldzuges in Friesland daraus zu bestreiten.
Nach dem Orig. im Archive zu Danzig gedr. v. d. Ropp, Hanserecesse I, S. 129. — Gleichzeitige Abschrift im
K. Staatsarchive zu Königsberg.l) Hieraus in einer hochdeutschen Uebertragung gedruckt von Voigt, die Vitalien-
brüder, in Baumer's historischem Taschenbuche. 1841. S. 155.
14. September 1433.
Den ersamen unde wysen mannen, heren borgermeysteren unde radmannen der gemeynen stede
des landes to Prutzen, unsen besundern leven vrunden.
Unsen vrundliken grut unde wes wy gudes vormogen tovoren. Ersamen heren, besundern
leven vrunde. Alse wy juwen ersamheyden in dem wyntere nyest vorleden screven unde vor-
kundigeden, wo sik vele loser unde böser partye in Vreslande vorgadderden, umme den eopman
unde gemeynen wanderenden man an der zee to beschedegende etc.; darup juwe ersamheyde
uns under mer anderen worden wedderscreven, dat wy juw unsen vorram unde gutdunkend scri-
ven scholden, wo men sulke hulpe, alse to vorstoringe der vorgeroreden bösen unde vorgiftigen
partye, alder beqwemelikest to weghe bringen mochte etc. Also, leven vrunde, was nu de vor-
gerorde boze partye so sere gewassen und mechtich geworden, dat se groten schaden tor zee-
ward deden alle manne, dar se overqwemen, also dat grundlik vorderff vor oghen was, hadde
me» deme mit der hulpe van Gode an der tyt nicht ernstliken und kreftliken mit manheyd wedder-
staen, als et, God des gelovet sy, geschehen is. Wente unse vrunde van Hamborg, anzeende
unde besorgende sodane vorderfflik qwat, hebben mit groter macht unde were alrede lange tyd
na unseme rade unde mit unser hulpe in Vreslande gewesen, unde sterked ere were noch van
dage to dage, unde hebben mit der hulpe Godes gewunnen Emeden, stad und slot, dar se lüde
over verloren hebben,' doch van der wedderpartye bleven dot wol by 600 mannen, unde darto
416. ») Von Herrn Staatsarchivar Philipp! mit schätzbaren Anmerkungen gütigst in Abschrift initgetheilt. Das
Königsberger Exemplar ist diejenige Abschrift des Originals, welche der Eath von Danzig für die Stadt Thorn
hatte anfertigen lassen und mit Schreiben vom 29. September 1433 dorthin und ebenso nach Elbing abgeschickt hatte.