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Allgemeine theologische Bibliothek — 1.1774

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https://doi.org/10.11588/diglit.22485#0080
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6o BuchwLtz Briefe
„sagterS.z. nicht so sehr das zu werden, was
„der Mensch werden kann. Bestreben Sie sich,
„das zu werden, was der Mensch werden muß,
„und verwahren Sie ja Ihre schöne Seele vordem
„gelehrten Enthusiasmus. Ich muß weitläufti-
„ger darüber mit Ihnen sprechen. Es giebt Ge-
kehrte, die ganz Mathematik sind, andere, die ganz
-»Historie, und andere, die ganz Metaphysik sind.
„Was sind das für Leute? Leute, die, wenn ich so
„reden darf, nicht durch sich selbst, sondem nur
--durch ihre Gelehrsamkeit bestehen. Der Mensch
„ist bey Ihnen das Accidenz, und die Gelehrsam-
keit die Substanz. Sie haben so viel zu denken,
„daß sie nicht Zeit haben, etwas zu wollen.,. Er
will also so viel sagen/ man müsse nicht bloß
den Verstand, sondern auch den Willen an-
bauen, um die Wissenschaft für sich und andere
brauchbar zu machen. Allem wir können nicht
leugnen, daß wir hier mehr Pracision und weni-
ger witzelnden Ausdruck gewünscht hätten. Herr
Buchwitz spielt zu viel mit dem Wollen, und giebt
Dem ungelehrten Leser (denn der Gelehrte merkt
endlich wohl, wo es hinaus will) keinen vollständi-
gen und klaren Begrif. „ Bedenken Sie: (S. 7.)
,^>er Wille muß wollen können, was er will, und
„nichts, als was ich gewollt, kann mir vollkom-
„men angerechnet werden. Aber nun sagen Sie
„mir, wie viel will das nicht sagen, daß der Wille
„will, was er nicht wollte, und das nicht will,
„was er wollte. „ Wozu solche Spielereycn?
Und
 
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