Allgemeine theologische Bibliothek — 1.1774 [VD18 90309928]

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Bahrdts Kirchcngkschichte. y;
bloß solche rechnen, welche durch gewisse Jrrthü-
wer das Wesen der (Einleit Kap 7. vorstellig ge-
machten) Religion Jesu altcrirt und durch Sek-
tengeist Partheyen und Spaltungen angerichtet ha-
ben. ebcnd. Wir denken nur, daß sich andere
das Wesen der Religion anders vorstellen werden.
Petrus war nach S. 49. zu Rom, woerauchshn-
fehlbar gestorben ist, aber er gründete weder die da-
sige Kirche, noch war er der erste Bischof daselbst.
Aus dem zwar nur Hypothetisch angenommenen
Begriffe von einem Concilium S. 52. daß es
in einer durch öffentliche Autorität zusammenberu-
fcnen Versammlung der vornehmsten Lehrer besiehe,
deren Absicht die Entscheidung kirchlicher Streitig-
keiten ist, und auf welcher durch Landesherrliche
Autorität Lanones und OearetÄ auögefertiget wer-
den, wird sehr natürlich gefolgert, daß es vor den
Zeiten Constantin des Großen kein Loneilium 0e-
cumenicum gegeben habe —man müßte, wofern
man auf den angegebenen Charakter sieht, sagen,
gar kein Concilium, nicht nur kein oecumenicum.
Oekumenisch ist es dadurch, wenn Bischöfe und Leh-
rer von allen Enden und Orten der Christenheit
(aber nicht gerade alle, wo war je ein solches Con-
cilium?) beyeinander waren: Loncilra 6unc
ex universo orbe cbr'lstigno, Augustin. — Die
Kennzeichen einer allgemeinen Verfolgung der Chri-
sten sind, wenn man erweisen kann, daß eine solche
Verfolgung auf ein Edict eines Kaisers an die ma-
Zistra.w§ xrovmLlLrum erfolgt, daß sieinden Ouin-
quen-
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