Allgemeine theologische Bibliothek — 1.1774 [VD18 90309928]

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Aussichten in die Ewigkeit. HZ
machen, und durch den Ton der Ironie sie ent-
wafnen wollen.

O--r.


XVIII.
Aussichten in die Ewigkeit/ in Briefen an
Herrn Zimmermann. Dritter und letzter Band.
177z. i Alph. 8.
MAir begnügen uns bey einem Buche, das dem
größten Theil unsrer Leser schon alt ist —>
ohngeachtet von einer andern Seite betrachtet, La-
Vaters Schriften nie alt werden —- und das für
eine jede Art von Recension, (die ihre Schranken
hat) zu reich ist, mir einer bloßen Anzeige dessel-
ben, die wir zu unsrer eigenen Ehre mit der Ver-
sicherung begleiten, daß wir es mit einem hinreis-
senden Vergnügen gelesen haben.. Denn wir rech-
nen es einem jeden zur Schande, welcher einen La-
vater nicht gutircn kann, weil er gerade an derje-
nigen Seite seiner Schriften hängen bleibt, die
ihm menschliche Schwachheit sichtbar macht/ statt
sich an diejenige allein zu halten —- aber eben dazu
gehört schon eine eigene Geistesstärke — welche
dem Leser jene unermeßliche Rcichrhümer der Lava-
terschen Imagination, und neben ihnen jene Strö-
me der reinsten und edelsten Empfindungen an-
schauend macht, in welche sich die große Seele die-
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