Allgemeine theologische Bibliothek — 3.1775 [VD18 90309928]

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Nachrichten.
Der bisherige Hofprediger am Herzogs. Mek-
lenburgisch Schwerinschen Hofe, H. Friedrichs ist
als Pastor und Superintendent nach Sternberg ge-
kommen.
HCG.L. Meister, der seither als Consisto-
rialafscssor und Prediger zu Bernburg gestanden, und
sich als einen geschickten und frommen Mitarbeiter
an der Wochenschrift „der Andächtige,, gezeigt hat,
ist nach Duisburg berufen worden.
H. G. I. Pauli, bisheriger Conststorialrath,
und Jnspector zu Halberstadt, hat die Dompredigers
stelle zu Halle übernommen und Hr. Pastor Gillet
aus Berlin, ist in dessen Stelle eingetreten.
Auf Anstiften eines schwerblütigen Apokalyp-
tikerö zu Leipzig, des Herrn* ** sind nun auch Schwe-
renborgs Schriften ins Deutsche übersetzt worden.
Ein gewisser Studiosus, Namens Lenz, bekam 24
Exemplare zugeschickt, um dieses Gift der Schwär-
merey unter die Leute zu bringen, und den Haufen
armer Sachsen, die schon von den Predigern des
tausendjährigen Reichs halb blödsinnig worden sind,
vollends ganz zu Narren zu machen. Der wach-
same H. Bel hatte diesen abscheulichen Anschlag
kaum in Erfahrung gebracht, so eilete er, um sei-
ner? Pflicht gemäß, die ihm als BüchercommiffariuS
obliegt, dieses Vorhaben in seiner Geburt zu erstik-
ken, und wo möglich, den Namen des angesehenen
Anfüh ers der Phantasten auf eine legale Art hcr-
auszubringen. Aber umsonst. Der heilige Lenz
erschien mit dem Vorsatze, ein Märtyrer seiner Par-
rhey zu werden. Er versicherte, daß ein hoher Pa-
tron mit Auflegung des heiligsten Stillschweigens
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