Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 40.1915

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STYMPHALOS

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rpcduov (Nr. 352) ab; die zweite Bekränzung ist an jenes rftoSf
angellangen, aber ersichtlich, worauf Wilamowitz hinwies,
erst nachträglich eingeschoben. Denn die Aufstellung der
Stele Z. 9 geht natürlich wieder von der Stadt Stymphalos
aus. Stärkeren Anstoss nehmen wir aber au jU/oyEyeviipEA'oc
ohne Angabe des Ortes, und an EÜQsfÜT] adai ohne eine löbli-
che Eigenschaft; denn jtupyeyBviipEvoc eupEfih] jtaai ergibt kei-
nen rechten Sinn. Dem können wir nur abhelfen, indem wir
Z. 4 das örSoydai streichen, und in den ersten Zeilen schon
den Grund der Belobigung, nicht die allgemeine Motivierung
(durch EJtEiöt) oder arkadisch ojiote) anerkennen. Unter Berück-
sichtigung dieser Bedenken ergibt sich folgender Vorschlag:
[e'öo'Se rai tto/.i t<7>v SruucpaMcov (oder ähnlich; s. oben!)
EJtaivEoou rö\’ öeiva toü öbivoc]
1 [ 13 B — MeyodiOJto/dtaJv, öv eh . .
[. . x]ai iv toljq jrpÖTEpov XQÖvoi]? yEyevi][t]-
[ct]i xai iv to[Tg vüv cruv MaxEÖovJai jrapyeyE-
vi]i.iivoc ecpe[{)i| ayaifög eojv, xai ajo/drav il-
5 Edflai aütöv [re xai iyövo? xai <j]r£<pavd>aai
[xjddaig öp«xju/.T<; — xai to[Ig faXeJüng toi-
g EÄiiaaro a jtöXig [rolg iu jco/.iji.ioi j-u7.övr-
[o]tg MEya/.uii itdMjv oaTEtpaväxrJui (?) tpiaxoo-
iaig — tö Ö[e] i|)d(pi.((j)[ia ü[£a]f)ai !;v tot ’ApTBLtm-
10 toi u.s.w.
Hierzu ist noch Einzelnes zu bemerken. Z. 1 /2 gibt Martha
EN.. . . ; ich sehe nur zwei Hasten. Man erwartet ein
Adjectiv wie EÜvoog; möglich wäre, dass die Arkader noch
ein sonst ungewöhnliches Wort behalten haben, wie so oft.
vSoll man ein nicht bezeugtes EJtfavjrjg] nach dem bekannten
Ttpo0V|vi)g (jroravijg) erfinden, oder unter Annahme von Marthas
N das epische .ev[r)|rjg] in einer entsprechenden Form etwa
Ev[va|i)g, oder etwa sv[avrjg(?) -- einsetzen? Wer dergleichen
für müssige Spielerei ansieht, tut besser sich jeder Ergänzung
zu erhalten, zumal die Hauptsache, der Sinn, ja klar ist.
ln Z. 6 hatten wir schon nachdem Haussoullier auf Abklatsch
und Photographie die Zeichen vor der Lücke festgestellt,
versuchsweise (auf S. XXIV) j-a?.£]foig eingesetzt, womit wir
uns im Grunde für die Datierung 218 entschieden,
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