Ars: časopis Ústavu Dejín Umenia Slovenskej Akadémie Vied — 5.1971

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Die spätgotische ornamentale Wandmalerei in der profanen Architektur der Slowakei

Im Nachlass von Eva Ďurdiaková (1944—1969), die eine
der Hoffnungen der slowakischen Kunsthistoriographie
war, wurde eine Studie gefunden, aus der ein Auszug
veröffentlicht wird. Die Redaktion ist sich bewusst, dass
der plötzliche Tod die Autorin verhindert hat den Text
definitiv zu formulieren, doch trotzdem hat die Redaktion
sich entschlossen ihn ohne wesentlicher Korrekturen
zu publizieren. In ihrem Beitrag konzentriert sich die
Autorin vor allem auf die Entwicklungsformen des
wichtigsten Ornamententypus der Spätgotik, des Akant-
hus. Sie versucht dabei weder die Frage des Ursprungs
der spätgotischen Wandmalerei zu lösen, noch die slo-
wakische Wandmalerei in irgendwelche Zusammenhänge
zu bringen. Sie vergleicht die slowakische und tiroler
Wandmalerei blos darum, weil bei seltenerem Erscheinen
dieser Gemäldeart bei uns ihr die tiroler Malerei, die
sie persönlich kennen lernte, Gelegenheit anbot Analo-
gien zu ziehen.
Es werden drei ornamentale, aus der 2. Hälfte des
15. Jahrhunderts stammende Wandmalereikomplexe
aus der slowakischen Profanarchitektur besprochen. Sie
befinden sich in der Burg von Zvolen, in den ebenerdig-
gelegenen Räumen des Thurzoer Hauses in Banská
Bystrica und im ehemaligen Bergfried von Orava.

Problematisch ist die typologische Bestimmung der
Gemälde in Zvolen: sie befinden sich schon in sehr schlech-
tem Zustande und wurden im 19. Jahrhundert schonungs-
los restauriert. Eine Beschreibung Kubinyis aus dem
Jahre 1894 wird darum in Betracht genommen. Es handel-
te sich um ein Arabeskenmuster auf grünem Grund.
Noch heute kann man strahlenförmige Streifen und Kom-
binationen von Blumen und Blätter in weisser, gelber
und dunkelbrauner Farbe sehen. Dünklere Flächen
wurden von einer weissen Linie kontuiert, die die Schat-
tierung ersetzte. In der Mitte eines kreisförmigen Rah-
mens befindet sich auf blauer Grundlage das Brustbild
eines Heiligen oder eines Königs. Reste der ursprünglichen
Ausschmückung befinden sich in kleinen Torsen an ver-
schiedenen Stellen im 1. Stockwerk des südlichen Burg-
flügels. Zum Datieren und Bestimmen des Entwicklungs-
stadiums der Gemälde ist das funktionelle und räumliche
Verhältnis zwischen dem Heiligenbild und dem Ornament
von grosser Wichtigkeit. Der Heilige wurde in unmittel-
bar ausdrückender Funktion dargestellt: er segnet Ge-
danken und Absichten der Besucher. Das Ornament
entfaltet sich frei um ihn herum und an einigen Stellen
durchbricht es die Medaillonumrahmung. Es ist betont
dekorativ-funktionell angewendet. Die Blätterform und

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