Ars: časopis Ústavu Dejín Umenia Slovenskej Akadémie Vied — 1977-1981(1977)

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HbiMH npeAnneHHHMH, a TaK»ce sacTeKnenne npaMoyroAb-
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HanHHaioT yABanBaTb OKHa nyreM noMemeHHH b JiacaA
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XVIII BeKa na Hauieft TeppHTopnn HamiHaeT hohbahtbch
HHAHBHAyaAbHOe ABOHHOe OKHO (oTKpbIBaeMOe BOBHyTpb
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CTBOpKaMH OTKpblBaiOIHHMCH BOBHyTpb.

Kunsthistorischer Charakter der Renaissance-
und Báro ckfensterfiillung

Bei der Architekturwertung ist das Kennenlernen des
gesamten Problemkomplexes von den rein technischen, tech-
nologischen, handwerklichen bis zu den künstlerischen As-
pekten unvermeidbar, weil diese untrennbar aneinander
gebunden sind und den resultierenden Eindruck des Werkes
bestimmen. Ein Bestandteil des architektonischen Ausdrucks
ist das Fenster. Unser Beitrag befasst sich jedoch nicht
mit hauptsächlichen Entwicklungsmerkmalen des Fensters
als Bestandteils des architektonischen Systems, sondern mit
der Stilentwicklung der Fensterfüllung der Fensternische,
die wir nicht wie herkömmlich unter den hervorragenden
Werken des Handwerks verzeichnet finden.
Die Notwendigkeit der Fensterentwicklung vom kunst-
historischen Aspekt zu kennen zeigt sich immer dann, wenn
man zur Denkmalerneuerung eines architektonischen Wer-
kes herantreten soll. Zu den allgemein gültigen Erkennt-
nissen will die vorgelegte Abhandlung mit einigen konkre-
ten Beispielen aus praktischen Forschungsergebnissen bei-
tragen, die die Gesamtsicht auf die historische Entwicklung
des Fensters im Gebiete der Slowakei ergänzt.
Es ist bekannt, dass die Anwendung der Fenstervergla-
sung sich erst im 3. und 4. Jahrhundert unserer Zeitrech-
nung verbreitete. Jedoch wurde bis ins 14. Jahrhundert die
Fensterverglasung lediglich an königlichen Bauten, an
Palais hoher Würdenträger und an kultischen Gebäuden
angewendet. In Bratislava finden wir schon im Jahre 1434

Erwähnung darüber, dass dals Haus des Stadthänkeris ver-
glaste Fenster hatte, obzwar wir wissen, dass z. B. die
Fenster des erzbischöflichen Palais in Esztergom noch im
Jahre 1520 Leinen und Pergament ausfüllten. Eine ganze
Reihe weiterer Nachrichten informieren uns, dass im 15.
Jahrhundert in verhältnismässig breitem Ausmass Fenster
bei uns verglast wurden. Diese Nachrichten berichten je-
doch nicht über die Verglasungsweise, über die Befestigung
und Gliederung der Fenster. Über den eigentlichen Aus-
druck des Fensters erfahren wir lediglich durch das Studium
von Bildermaterial. Mittelalterliche Malereien verzeichnen
oft bei der Gestaltung eines konkreten Raumes, in das eine
Begebenheit einkomponiert ist, Gegenstände aus dem Leben
der Umwelt. Häufig sind diese Gegenstände mit maximaler
Genauigkeit im Interesse der Vergegenwärtigung der Ge-
gebenheit gestaltet; die gewünschte Illusion des Raumes
wird dabei oft aus der Sicht eines geöffneten oder halb-
geöffneten Fensters dargestellt, an dem auch Details sicht-
bar sind. Als Beispiel können wir aus der tschechischen
Malerei die Verkündigung (nach 1460) im Besitz der Na-
tionalgalerie in Prag, das Werk Jan Van Eycks die Af<z-
donna des Kanzlers Rolin und an weiteren Werken an-
führen. An flämischen Malereien sehen wir Fenster deren
Verglasung im Oberteil festgehalten ist (farbig und durch-
sichtig — nicht farbig linsenhaft verglast), wobei 'der
Untereil einen Holzrahmen hat und sieh nach innen öffnet.
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