Instytut Historii Sztuki <Posen> [Editor]
Artium Quaestiones — 17.2006

Page: 415
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RECENZJE

Eva Borsch-Supan unter Mitwirkung von Zofia Ostrowska-Kębłowska, Die
Provinzen Ost- und WestpreuBen und GroBherzogtum Posen, Deutscher Kunst-
verlag, Munchen - Berlin 2003 (Karl Friedrich Schinkel. Lebenswerk, Bd.
XVIII) ISBN 3-422-06380-3, 148 - €.
Das rezensierte Buch ist die neueste Publikation aus der bekannten, seit
einem halbem Jahrhundert erscheinenden Reihe, dereń Ziel es ist, das
Gesamtwerk von K. F. Schinkel (1781-1841) zu erfassen. Seine Bedeutung und
Wirkung sowohl fur die Berliner ais auch die europaische Architektur ist kaum
zu iiberschatzen. Ohne Schinkel ware es sehr schwer, sich das heutige Antlitz
Berlins vorzustellen. Der AnstoB zu der erwahnten Ausgabe stammte von P. O.
Rave, sie war zuerst auf 15 Bandę in zwei Unterreihen geplant (10 zur
Architektur, 5 iibrige). SchlieBlich wurde das Projekt der Reihe auf insgesamt
24 Bandę erweitert, davon sind bis heute 18 erschienen. Eine solche Wiirdigung
in ausfuhrlichen Studien hat die Person ohne Zweifel verdient. Schinkel war ein
iiberaus vielseitiger Kiinstler. Er beschaftigte sich nicht nur mit der
Architektur, sondern war auch Wegbereiter einer angewandten Kunst neuen
Typs (vor allem Mobel-Design), des weiteren Maler und Lehrer.
Der Ost- und WestpreuBen und dem sog. Posener GroBherzogtum
gewidmete Band ist der 6. und vorletzte aus der Unterreihe der Territorial-
bande. Noch in den 30-er Jahren des 20. Jhs. war C. v. Lorek mit seiner Redak-
tion beauftragt worden, und 1975, zwei Jahre nach seinem Tod, bekam
E. Borsch-Supan den Auftrag. Sie gehórt zu den besten Kennern der Berliner
Architektur des 19 Jhs. Dies beweisen vor allem die umfangreiche Monographie
der nachschinkelschen Architektur Berlins (1977) und die unlangst (1997)
erschienene Monographie zu Schinkels Schuler F. Stiller, die - meiner Meinung
nach - trotz einiger Mangel und redaktioneller Unzulanglichkeiten zu den
grundlichsten und vielseitigsten architektonischen Monographien der letzten
Jahre gehort. Fur die Mitarbeit wurde Z. Ostrowska-Kębłowska gewonnen, die
sich lange schon mit Fragen der Architektur des 19. Jhs. in GroBpolen und vor
allem in Posen beschaftigt. Sie ist u.a. aus dem Handbuch zur Posener
Architektur des 19. Jhs. und vielen Publikationen zur Goldenen Kapelle beim
Posener Dom bekannt. Langjahrige Studien erbrachten eine imposante
Monographie. Zu sehen ist, dass die Auswahl der Autoren fur die Bearbeitung
dieses wegen historischer Komplikationen nicht unproblematischen Bandes von
Anfang an durchdacht war.
Die Konzeption des territorialen Umfangs, der dem Band den topographi-
schen Rahmen gibt, folgt der administrativen Einteilung PreuBens nach 1815.
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