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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 21.1958

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https://doi.org/10.11588/diglit.43788#0293
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Fundschau 1954—1956: Grabhügel

287

1. Großer, schön gewölbter Hügel (15/1,55). In Ost-West-Richtung leicht oval ver-
zogen. Nordwestrand durch alten Weg leicht angeböscht. Keine Anzeichen einer
Störung.
2. Gleichmäßig gerundeter, ziemlich steil gewölbter Hügel (15,50/0,90). Auf der
Oberfläche nahe der Mitte etwa viereckige Senke von 2 X 2 m von einem früheren
Eingriff herrührend, der mindestens 10 Jahre zurückliegt.
3. Als Erhebung deutlich erkennbarer Hügel (14/0,75). In den Umrissen durch ver-
schiedene, wohl von der Waldbewirtschaftung herrührende Eingriffe etwas ver-
wischt. Spuren eines Raubeingriffes nicht feststellbar.
Zwischen Hügel 3 und 5 nierenförmige künstliche Einsenkung, deren Zweck und
Alter nicht bestimmbar ist.
4. Ganz flacher, uhrglasförmig gewölbter Hügel (9/0,35), ohne Spuren eines Eingriffs.
5. Kleiner, im ganzen wohlgeformter Hügel (12/0,60), ohne Spuren eines gewalt-
samen Eingriffes. Durch unruhige Umgebung etwas schwer erkennbar.
6. Gutgewölbter Hügel (12/0,65), ohne Spuren eines absichtlichen Eingriffes. Durch
die beiden, auf der Ost- und Nordseite vorbeiführenden Wege sowie durch 2 auf
der Südseite befindliche, vom Stockroden herrührende Löcher erscheint der Hügel
für das Auge überhöht.
7. Kleiner Hügel (9/0,60), im Eindruck etwas gestört durch einen über den Ostrand
laufenden Weg. Nahe dem Mittelpunkt Spuren eines etwa viereckigen Schachtes
von 1 X 1,5 m. Der Auswurf dieses Schachtes, der sich im Profil nicht weiter ab-
hebt, muß von der gemessenen Höhe abgerechnet werden.
8. Durch unruhige Umgebung etwas undeutlicher Hügel (10/0,60), der aber von
Süden her, besonders im Winter, gut erkennbar ist. Offenbar ungestört.
9. Deutlich gewölbter Hügel (13/0,65). Auf der NW-Seite durch vorbeiführenden
Weg entstellt. Ungestört.
10. Sehr gleichmäßig gewölbter Hügel (11/0,75), der trotz seiner Lage auf dem nach
Norden abfallenden Hang Umriß und Profil recht gleichmäßig erhalten hat. Auf
der Ostseite kreisförmige Einsenkung von knapp 1 m Dm., die aber für einen
Grabungseingriff zu klein erscheint. Hügel also wohl ungestört.
11. In Umriß und Höhe durch eine Reihe verschiedenartiger Eingriffe zerstört, so daß
Maße nicht zu ermitteln sind. Es dürfte sich um den bei Wagner genannten Hügel
handeln, auf welchem nach Durchgrabung in den 1840er Jahren eine Waldhütte
errichtet wurde. Auch von dieser ist heute keine Spur mehr vorhanden.
12. Gleichmäßig gewölbter Hügel (10/0,55) am nordwärts fallenden Hang. Nordseite
daher höher erscheinend. Keine Spuren eines Eingriffes.
13. Gleichmäßig gewölbter, offenbar ungestörter Hügel (11/0,75).
14. Flacher, etwas verflossener Hügel mit unscharfen Rändern (13/0,60). Im ganzen
aber wohl ungestört. Über die Hügelmitte läuft ein Fußweg, der, von Süden her
kommend, auf der großen Weggabel mündet.
15. Fast gleichmäßig gewölbter Hügel (15/1,15) am leicht nach Norden fallenden
Hang. Randlinie in der Nordhälfte schön gerundet, in der Südhälfte etwas ver-
wischt. Durch Anschwemmung von Süden her ist die OW-Achse scheinbar leicht
ins Ovale verzogen. Keine Spuren eines Eingriffes.
 
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