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DIE GEBURT VON ERNST GUGGENHEIM
Banges Schweigen und die Luft gehalten,
Von der stummen Angst wissender Frauen,
Die sich fragend in die Augen schauen,
Und die Hände auf dem Schoße falten.
Und ein junges Mädchen bei den Alten
Drängt das blasse Antlitz in die blauen
Tuchgardinen und gedenkt mit Grauen
Seiner Stunde .... Diese Blicke galten
Dem Verlobten, der jetzt ferne ist.. .
Sie erstarkt und hat die Furcht verloren;
O, wie hätte sie ihn jetzt geküßt!
Horch.. es dringt ein Flüstern zu den Ohren.
Jetzt. . ein Schrei, den niemand je vergißt:
Eine Mutter hat ein Kind geboren.

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