Becker, Rudolf Zacharias
Noth- und Hülfsbüchlein für Bauersleute oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfs Mildheim — Sulzbach in der Oberpfalz, 1789 [VD18 12674052]

Page: 275
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einander zu liegen kommen und besser durchfaulen.
Auf der Miststätte darf der Mist niemahls austrock-
nen: darum begießt er ihn oft mit faulem Wasser,
welches er so macht. Er hat große Kasten neben
seiner Miststätte in die Erde gegraben. Darein
thut er Asche und verfaulten Kuhmist, und gießt eine
ziemliche Menge kochendes Wasser darüber. Alsdantt
füllt er den Kasten vollends mit frischem Wasser: die-
ses giebt binnen Z bis 4 Wochen eine verfaulte Brühe
oder Sode, die er in Fässern auf seine Aecker und
Wiesen führt, oder den Mist damit anfeuchtet.
Von der Mistgauche oder Sode läßt er keinen Tro-
pfen auf die Gaffe fließen: sondern er hat neben der
Miststätte eine Grube gemacht, worinne sie sich sam-
melt, und von Zeit zu Zeit schöpft er sie aus, und
begießt den Mist damit. Er schüttet auch das kleine
Tannenreißig auf Haufen, bedeckt sie mit Erde, und
begießt sie fleißig mit Mistgauche; da sie denn end-
lich zu Mist werden, ohne daß er sie dem Vieh un-
terstreut. Den abgestochenen Rasen von grasigten
Aeckern und Weiden läßt er zwey Jahr auf Haufen
liegen und verfaulen, und macht ihn dadurch zu Dün-
ger. So sucht er alles, was sich schickt, zu Mist zu
machen, und bringt es dahin, daß er jährlich ivo
Fuder aus seinem Hofe fährt, da vorher nur 50 Fu-
der gemacht wurden. Und doch kauft er noch Mist zu
und auch jährlich 6 Faße Torf-Asche. Als er hörte,
daß man im Amte Regensberg die Felder durch Mer-
gel verbessere, reiste er ausdrücklich deswegen hin,
um zu lernen, wie man damit umgehe. Er hat aber
in seiner ganzen Gegend noch keinen Mergel finden
können. Dagegen hat er versucht, eine Art Gries
oder mergelichten Kies, der blaulicht aussieht, und
sich in der Nähe befindet, dazu zu benutzen. Die-
ses hat ihm auch so geglückt, daß er damit den zähe-
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