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Friedländer, Ernst
Ostfriesisches Urkundenbuch (Band 1): 787 - 1470 — Emden, 1878

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https://doi.org/10.11588/diglit.1950#0135
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116 1379.

so dusse iegenwordige hillick dorch mande frunde nicht weer gedediget wurden, als darvan
wider ihn de hillickesvorworde uthdrucklich geroert iss wurden. Tho nierer getuechenisse hebben
wy vorgeroerte unse zegelen hirahn gehangen und dewile ick Enno upgemelt geen zegell ge-
bruke, hebbe ick vorgerorten Habben zegell mede gebruiket unde hirunder angehangen.

Datum in Oisterhuisen anno Doniini dusent drehundert negen unde soventich, den derden
dach 3) na S. Andreas apostoli dach.

158.

Das Kloster Langen kauft von den Häuptlingen von Larrelt eine grössere Zahl Grundstücke. —

Msc. A. 88 Fol. 22 v.

18. März 1580 {7. April 1570). ')

Pateat universis et singulis presencia visuris seu audituris, quod dominus Hero Dei paciencia
prepositus ecclesie beati Iacobi in Langen nee non conventus ibidem medietatem prediorum in-
frascriptorum, que sita sunt in hamrika Lherlete emerunt a Haytato et Ennone ') fratribus uterinis
atque capitalibus in Hlerte et fideliter persolverunt libero cum consensu partis utriusque, scilicet
octo graminata in Menlcnd2) iuxta amnem, item quatuor graminata in Regismede 3) ex parte

3) Nach Grotefend, Chronologie S. 39, ist eine derartige Bezeichnung „entschieden als FerienbeZeichnung
aufzufassen"; es heisst hier also so viel als feria tertia post Andream, und der Dienstag nach dem 30. November
ist im Jahre 1379 der 6. December. Dieser 6. December ist allerdings der Tag des h. Nikolaus und es hätte nahe
gelegen, diesen beliebten Heiligentag bei der Datirung zu berücksichtigen.

138. ') Diese in das Kopiar von späterer Hand eingetragene Urkunde scheint falsch datirt resp. mit falschem
Datum abgeschrieben zu sein. Denn schon am 27. December 1377 (oben U. Nr. 132) stiftet Enno von Larrelt für
seinen verstorbenen Bruder eine Memorie. Die genealogischen Verhältnisse der Häuptlinge von Larrelt sind über-
haupt nicht ganz klar (was Emmius, Ker. Fris. Hist. S. 215, und nach ihm Arends a. a. 0. Seite 323 sagen, ist sicher
unrichtig), scheinen jedoch nach den vorliegenden Urkunden die folgenden zu sein:

1. 2. 3. 4.

Haytatus Beno Wiardus Menardus

senior /~~"--------------------------*------------------------------

5. 6. 7-

Haytatus Enno Reinsedis

iuvenis
1, 2, 3 erscheinen als castellani 1358 (U. Nr. 82), als capitales in Hlerlte 1360 (U. Nr. 92); in den dazwischen lie-
genden Jahren 1 allein als castellanus 1358 (U. Nr. 84), 1359 (U. Nr. 85 u. 89). 2 und 3 scheinen bald darauf ver-
storben zu sein. 4 stirbt vor dem 20. Januar 1364 (U. Nr. 99), 5 zwischen dem 18. Mai 1376 (ü. Nr. 129) und dem
27. December 1377 (U. Nr. 132), 1 um dieselbe Zeit oder schon etwas früher, so dass von nun an nur Enno (6)
allein übrig ist. (U. Nr. 141, 154, 164.) — Die vorstehende Urkunde von 1380 passt in die chronologische Reihen-
folge also nicht hinein und wird in das Jahr 1370 gesetzt werden müssen, und zwar zum 7. April (dorn. Pahnarum).
2) Nach Msc. A. 89 besass Kl. Langen „dat meyne lant", welches „acht grase" enthielt; es lag um das
Jahr 1500 im "Wybelsumer Hammrich.

••*) Darf man hier an „dat coninghe lant by den zomerdijck" des Msc. A. 89 denken?
 
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