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Friedländer, Ernst
Ostfriesisches Urkundenbuch (Band 1): 787 - 1470 — Emden, 1878

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https://doi.org/10.11588/diglit.1950#0159
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140 1398.

laten an dessen breff, de glieven is na Goddes bort dusent drehundert in deme achte unde
neghentighesten iare, in deme hilghen daghe sunte Olrikes des hilglien bischoppes.

Siegel. 1. Dreieckiges Siegel mit rechtsaufgerichtetem Löwen. S. Edonis Wymmeken. 2. Quer-
getheilt, oben: rechtsspringender Löwe, unten Adler. S. Folkardi Iagens. 3. Rechtsaufgerichteter
Löwe. S. Nono .... Dui .... 4. Linksschreitender Löwe (leopardirt). S. Liobbrandi Hunrikes . .
5. Ein Balken schräglinks. S. invenis Dudonis. 6. Spitzoval. Im Siegelfelde ein stehender Ritter, in
der Rechten ein Schild mit 3 Sternen (2, 1), in der Linken ein gezücktes Schwert. 7. Wappenschild
mit 2 Querbalken, gekrönter Helm mit einem BlifFelhorn. S. Cristiani com . . Oldenbnrch. 8. Im Siegel-
felde ein Wappenschild, auf dessen ganz glattem Felde nichts mehr zu erkennen ist, darüber ein Helm
mit 2 niedrigen in einem Knopf endigenden Spitzen. S. Hughe van Schaghen. Dieses Siegel ist voll-
kommen scharf und klar erhalten, daher das glatte Wappenschild um so auffallender. 9. Ein Hahn
nach rechtshin. S. Benwardi Haien.

16&

Graf Christian von Oldenburg gelobt den Städten Lübeck, Bremen und Hamburg, für den Häupt-
ling Edo Wimken von Rüstringen die sofortige Entlassung aller Vitalienbriider aus Rüstringen bis
auf 4 Mann, welche Edo noch bis Ostern bei sich behalten darf. — Nach dem Orig. im Archive

zu Bremen.

4. Juli 1398.

Wy iuncher Kersten van der gnade Godes greve to Oldenborch bekennet openbare vor
allen luden an desser yeghenwardeghen scrift, dat wy hebbet ghelovet unde lovet in guden
truwen den erliken wysen beschedenen luden borghermestern unde radmannen der stede Lubeke,
Bremen unde Hamborch vor Eden Wuinmeken, bovetlinghe in Rustringhen in desser wyse, also
hir na screven steyt, dat de vorben. Ede scal van zik laten bynnen den neghesten achte daghen
na gyfte desses breves al de vytalyenbrodere alt unde iflnch, de he by zik heft in zinen ghebede
unde nicht wedder to zik to nemende to ewighen tyden na utgyft desses breves, utesproken
veere vytalyenbrodere, de mach he by zik beholden wente to Paschen neghest to körnende unde
nicht lengher, zo scal he ze van stunden an van zik laten. Des hebbe wy to ener bekantnisse
unses truwen loftes vorescreven in dessen breve unse inghezeghel hir to hanghen laten, de gheven
is na Godes bort duzent dre hundert iar in deme achte unde neghenteghesten iare, in dem hilghen
daghe sunte Olrikes des hilghen byschopes.

Das Siegel des Grafen, Wappenschild mit zwei Balken, gekrönter Helm mit Büffelhont, ist wohl
erhalten.
 
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