Fliegende Blätter — 90.1889 (Nr. 2267-2292)

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98 Unsere Journale.

(Quodlibet, frei nach Kürschner,)

„Von Nah und Fern", von „Nord
und Süd"

Trägt „lieber Land und Meer"

Den deutschen Geist in Wort und Bild
Ein zahllos Blätterheer,

Die „Lustigen", die „Fliegenden",
Der „Jugend-Blätter" Schwall,

Die Langelveil' besiegenden,

Die „ I llustrirten " all'!

„Die Kunst für Alle" offen steht,
„Der Hausschatz" liegt zu Tag;
„Vom Fels zu in Meer" gewaltig weht
Der Dichtkunst Flügelschlag,

Von „Dichterstimmen" rings erschallt
Der „Sängerhallc" Raum,

Im „Dichterheinl" das „Echo" hallt -
Jedweden hört man kaum.

Wer da von oben „Rundschau" hält,
Sieht eine „Bunte Welt",

Und freuet sich der „Gegenwart",

Wie Alles wohl bestellt!

Ob „Gartenlaube", ob „Salon",
„Daheim" und im „Bazar",

„Zur guten Stunde" reicht man uns
Pikanten „Caviar",

Wie aus der „ H e i m a t h " weht ein Dust
ilns an so lenzesfroh,

Es schwirren „Wespen" durch die Luft,
Und alle Trübsal „Floh",

Der „Figaro", „Der Dorfbarbier",
„Kladderadatsch" und „Pipifax" —
Sie tanzen mit, es steigen rings
„Signale" des Geschmacks,

„Die B o m b e" platzt und mancher „Schal k"
Treibt „Ulk" und Poesie,

Und schon am früh'sten Morgen tönt
Ein lustig „Kikeriki",

Es glüht von „Alpenrosen" roth
Auf des „Heimgarten's" Höh',

Bis still „Der Feierabend" loht
Und friedlich ruht der See,

Im „Deutsch en Haus b uch" btattern dann
Gelehrte „Sammler" still,

Ob zur „Reform" „Der Zeitgeist" nicht
Sich bald bequemen lvill.

Jedoch der Geist der „Mo den Welt"
Zieht fort „Bon Haus zu Haus",

Und schickt in „Alt' und neue Welt"
„Grenzboten" rastlos aus.

Des ganzen „Universum's" Reich
Beherrschen Frauen ja,

Doch keine kommt an Alter gleich
Der „Di — das — kalia"! AUtie

Der Elephantendicb,

Herr im HauS.

Frau (zu ihrem Mann): „Du schickst
da an weiß Gott lveu Neujahrskarten,
ohne mich zu fragen das muß ich mir
verbieten! Darüber, wer ein gutes
„Neues Jahr" haben soll, Hab' Ich allein
zu entscheiden!"

Benützter Augenblick.

Verehrer (zu seiner Angebeteten): „Seit
Woche» möchte ich Sie sprechen, Fräulein
Rosa, aber niemals ist's mir noch geglückt,
zu Worte zu konimen. Darum benütze
ich mit Vergnügen Ihre momentane Heiser-
keit, um Ihnen schnell einen - Heiraths-
antrag zu machen!"

Thier-Bilder ans dem Innern Afrikas.

Das alte Rhiuoceros.

Werk/Gegenstand/Objekt

Titel

Titel/Objekt
"Thier-Bilder aus dem Innern Afrikas"
Weitere Titel/Paralleltitel
Fliegende Blätter
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Aufbewahrungsort/Standort (GND)
Universitätsbibliothek Heidelberg
Inv. Nr./Signatur
G 5442-2 Folio RES

Objektbeschreibung

Maß-/Formatangaben

Auflage/Druckzustand

Werktitel/Werkverzeichnis

Herstellung/Entstehung

Künstler/Urheber/Hersteller (GND)
Wellner, Wilhelm Anton
Entstehungsort (GND)
München

Auftrag

Publikation

Fund/Ausgrabung

Provenienz

Restaurierung

Sammlung Eingang

Ausstellung

Bearbeitung/Umgestaltung

Thema/Bildinhalt

Thema/Bildinhalt (GND)
Karikatur
Satirische Zeitschrift

Literaturangabe

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Künstler/Urheber (GND)
Universitätsbibliothek Heidelberg
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Fliegende Blätter, 90.1889, Nr. 2277, S. 98 Universitätsbibliothek Heidelberg
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