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Strocka, Volker Michael
Die Wandmalerei der Hanghäuser in Ephesos (Text): Die Wandmalerei der Hanghäuser in Ephesos — Wien: Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1977

DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.48995#0086
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Hanghaus 2 - Wohnung i

seitlichen Zacken erheblich größer sind, sich weit von dem als Pfeil ausgebildeten Stab entfernen und noch einmal Ranken nach den Seiten
entsenden. Hierher gehört ein B a r b e t unbekannt gebliebenes Beispiel aus Raum 17 der „römischen Villa” von Tolmeta214, wo auf weißem,
37 cm hohen Sockel das Motiv mehrfach vorkommt. Die mit groben Pinselstrichen an den Pfeilstab angehängten doppelten Voluten erstrecken
sich 30-40 cm nach jeder Seite. Das Kolorit des Hauptfeldes (gelb gerahmtes rotes Feld), in den Nachbarräumen wiederholt, weist ins 2. Jh. (s. o.
S. 49 f.). So wird die Datierung von H 2/SR 7, damit auch SR 1, SR 2 (1.) und SR 10a (1.) ins frühe 2. Jh. noch einmal bekräftigt.

H 2/SR 8 (KÜCHE?)
Baubefund
Plan Der Raum (5,70 m x 3,40 m), vermutlich die Küche der Wohnung I, ist das Ergebnis zahlreicher Umbauten. In allen vier Wänden befinden sich
zugesetzte Türöffnungen, deren Chronologie hier auf sich beruhen kann, da in SR 8, von einem kleinen weißen Putzrest auf der vermauerten
Tür nach SR 14 abgesehen, keine Fresken erhalten geblieben sind.

214 Kraeling a. O. 226 Abb. 61 und Taf. 56 A. Ein ähnliches Sockelmotiv, nur
ohne Pfeilspitzen, findet sich in mehreren Räumen des Palastes des Dux ripae

in Dura-Europos (um 220 n. Chr.): Dura-Europos, Prel. Rep., Ninth season,
part III (1952) 22 f. Taf. 3,2 (Räume 18-20).

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