Universität Heidelberg [Editor]
Akademische Mitteilungen für die Studierenden der Ruprecht-Karls-Universität zu Heidelberg: Winter-Halbjahr 1898/99

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Nr. 1

Heidelberger Akademische Mitteilungen

1898/99

c) für Studierende, die nur an zwei Nachmit¬
tagen der Woche 2—3 Stunden im
physikalischen Institut arbeiten . . Mk. —.20
d) „ Studierende, die nur an chemischen und
physikal. Experimental - Vorträgen
teilnehmen.. —.10
Diejenigen Studierenden, welche das grosse chemische
Praktikum und das kleine physikalische Praktikum besuchen,
bezahlen nur die für ersteres angesetzte Gebühr von 3 Mk.
Die Versicherung tritt mit demjenigen Zeitpunkt in
Kraft, an welchem sich der zu Versichernde zu den Vor-
lesungen bezw. Uebungen in die offizielle Liste des be-
treffenden Herrn Dozenten eingetragen hat.
Indem wir hiervon den betr. Studierenden Kenntnis
geben, bemerken wir, dass die Versicherung für die
Studierenden obligatorisch gemacht ist.
Heidelberg, den 15. Oktober 1898.
Der Prorektor:
Dr. Kelirer.

Zur Beachtung!
Die Herren Professoren, Dozenten und Studieren-
den werden ergebenst gebeten, von unpünktlicher Zu-
stellung der „Akademischen Mitteilungen“ sowie von
Wohnungsänderungen uns gefl. sofort benachrichtigen
zu wollen; auch bitten wir die nicht immatriku-
lierten Hörer und Hörerinnen, die das Blatt zu er-
halten wünschen, um Angabe ihrer Wohnungen.
Auswärts wohnende Studierende wollen die Num-
mern entweder jeweils Samstags bei der Geschäfts-
stelle abholen oder das Blatt durch die Post (beim
Postamt des Wohnortes) bestellen; Postzeitungs-Preis-
liste VIII. Nachtrag Nr. 49a, Bezugspreis 75 Pfg.,
wovon gegen Vorzeigung der Postquittung 60 Pfg. rück-
vergütet werden.
Beiträge für unsere Zeitschrift, welche studen-
tische Angelegenheiten behandeln, werden gern entgegen-
genommen.
Hochachtungsvoll
J. Hörning, Universitäts-Buchdruckerei
Hauptstrasse 55.

Promotionen
an der Universität Heidelberg vom 6. August bis 19. Oktober
1898.
1. Juristische Fakultät.
6. August. Robert Hedicke aus Breslau.
2. Philosophische Fakultät.
7. Septbr. Nathan Marx aus Sandhausen.
(Dissertation: „Die Tabaksteuer und die Entwicklung der Tabakbe-
steuerung in Deutschland“.)
1. Oktober. Elisabeth Harriet Denio aus Amerika.
(Dissertation: „Nicolas Poussins Leben und Werke“.)
1. Oktober. Maria Walther aus Quedlinburg.
(Dissertation: „Malory’s Einfluss auf Spenser’s Faerie Queene“.)
6. Oktober. Julius Popp aus Heidelberg.
(Dissertation: „Die Metrik und Rhytmik Thomas Murners“.)

3. Medizinische Fakultät.
18. Oktober. Karl Emanuel aus Emeringhausen.
(Dissertation: „Ein Fall von Angtdma arteriale racemosum des Gehirns
nebst Bemerkungen zur Frage von dem Bau und der Genese der Hirn-
sandbildungen“.)
4. Naturwissenschaftlich-mathematische Fakultät.
10. August. Friedrich Giese aus Offenbach.
(Dissertation: „I. Ueber aromatische Ketone und Ketonsäuren. II. Bei-
träge zur Kondensation von Acetessigester und Malonester mit aroma-
tischen Aldehyden“.)
14. Septbr. Albert Anger aus Herbecke.
(Dissertation: „Ueber den Umsatz und Ansatz der Aschenbestandteile,
vornehmlich von Kalk, Magnesia, Kali und Phosphorsäure bei Milch-
kühen“.)
14. Septbr. Richard Fritzweiler aus Neustadt.
(Dissertation: „Ueber die Methyläthylbernsteinsäuren“.)
14. Septbr. Max Krause aus Angermünde.
(Dissertation: „T. Ueber einige Derivate des m-Oxybenzaldehydes.
II. Ueber einige neue Oxyazokörper“.)
14. Septbr. Markus Lewin aus Dünaburg.
(Dissertation: „Ueber die Prinzipien von Hamilton und Maupertuis“.)
14. Septbr. Nathan Mannheimer aus Birkenau.
(Dissertation: „Untersuchungen über die Möglichkeit algebraischer Diffe-
rentialgleichungen für additiv und multiplikatorisch-periodische Funk-
tionen zweiter Gattung“.)
14. Septbr. Adolph Stang aus Stuttgart.
(Dissertation: „I. Ueber Citrylidenbisacetessigester. II. Beiträge zur
kondensierenden Wirkung des Ammoniaks und der Amine“.)
27. Septbr. Isaak Lewin aus Dünaburg.
(Dissertation: „Beiträge zur Kenntnis der Isomerie der Formylver-
bindungen“.)
15. Oktober. Kolmar Grünhagen aus Trebnitz.
(Dissertation: „Ueber Kondensationsproduktc des Citrais und Citro-
nellals mit Malonsäureester“.)
19. Oktober. Friedrich Betteridge aus Manchester.
(Dissertation: „I. Zur Kenntnis alkylierter Bernstein- und Glutarsäuren.
11. Ueber das kryoskopische Verhalten substituierter Oxyketone in
Naphtalin“.)
Hocliscliulnacliricliten.
FerienscJiau.
* Ernennung. Herr Geh. Hofrat Professor Dr. Georg-
Meyer ist von Sr. Kgl. Hoheit dem Grossherzog mittelst
Staatsministerialentschliessung vom 17. September zum Ge-
heimen Rat II. Klasse ernannt worden.
* Berufung. Der ausserordentliche Professor Herr Dr«
Richard Graf Du’Moulin Eckart ist zum ausser-
ordentlichen Professor der Geschichte an der Technischen
Hochschule in München als Nachfolger Professor Stieves er-
nannt worden und hat diese Berufung angenommen. Pro-
fessor Graf Du Moulin Eckart promovierte in Breslau 1890,
habilitierte sich am 2. August 1894 in Heidelberg und wurde
am 26. August 1897 zum ausserordentlichen Professor ernannt.

(Beu Akiba.) In die Ferienzeit fiel ein merkwürdiger
Gedenktag. Am 14. August vor 80 Jahren erfolgte der Aus-
zug der Heidelberger Studentenschaft nach Frankenthal in-
folge einer ,Meinungsverschiedenheit mit der Museumsgesell-
schaft“. Vgl. Pfaff, Heidelberg, Verlag von J. Hörning, S. 126.
* *
*
* Immatrikulation. Wie aus dem amtlichen Teile
unserer Nummer ersichtlich, findet die erste Immatrikulation
an unserer Hochschule am 29. Oktober, nachmittags 3 Uhr
statt.
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