Hintze, Erwin [Editor]
Die deutschen Zinngießer und ihre Marken (Band 3): Norddeutsche Zinngießer — Leipzig, 1923

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VORWORT
Der vorliegende Band umfasst die Zinngiesser von Ost- und Westpreussen,
Pommern, Mecklenburg, Schleswig-Holstein, der Hansestädte Hamburg und Lübeck,
der an der Elbmündung gelegenen Ortschaften und des nördlichen Teiles der Provinz
Brandenburg. Im Abschnitt „Ungedeutete Marken und Nachträge“ erscheinen einige
in Norwegen ansässige Zinngiesser in ihrer Eigenschaft als auswärtige Meister des
Hamburger Amtes. Im Anhang sind die Zinngiesser aus den Ostseeprovinzen Estland,
Livland und Kurland berücksichtigt, die als Mitglieder des wendischen Ämterverbandes
mit den norddeutschen Handwerksgenossen engstens verbunden sind.
Obwohl in seinen Hauptteilen erst seit 1919, also in der Nachkriegszeit unter
wirtschaftlich ungünstigen Verhältnissen entstanden, hat der III. Band doch ein schönes
Maß von Vollständigkeit erreicht. Er verdankt sie einer Reihe von Freunden und
Mitarbeitern, die sich selbstlos an dem Gelingen des Werkes beteiligt haben. Wie für
die ersten beiden Bände hat auch für diesen Herr Rittergutsbesitzer Dr. Ernst Gallinek
auf Krysanowitz in geradezu vorbildlicher Weise Mittel zur Verfügung gestellt, die eine'
uneingeschränkte Beschaffung des reichen Abbildungsmaterials ermöglichten.
Unter den wissenschaftlichen Helfern steht an erster Stelle Herr Pastor Johannes
Biernatzki in Hamburg, dessen Bekanntschaft mir Herr Museumsdirektor Professor
Dr. Sauerlandt vermittelte. Herrn Pastor Biernatzki verdanke ich nicht nur die urkund-
liche Bearbeitung des Abschnittes Hamburg, aus Liebe zu seiner Heimat beschaffte
er auch den Hauptteil der archivalischen Nachrichten für die Zinngiesser in den Städten
der Elbmündung und des Gebietes von Schleswig-Holstein. Ausserdem erfreute ich
mich für Kiel der Mitarbeit des Herrn Stadtarchivars Dr. Gundlach. Für Eckernförde
sorgte Herr Rektor Willers Jessen, für Husum Herr Stadtsekretär Henningsen, für
Meldorf Herr Museumsdirektor Goos, für Tönning Herr Hans Hinrichs in Schleswig.
Herr Gymnasiallehrer a. D. Terno ergänzte für die Stadt Schleswig die Mitteilungen
Biernatzkis. Für Lübeck fand ich in dem handschriftlichen Nachlass des Lübecker
Museumskonservators Dr. Theodor Hach grundlegende Vorarbeiten. Sodann stand
mir die 1922 erschienene Arbeit von J. Warncke über ,,Die Zinngiesser zu Lübeck“
durch das Entgegenkommen ihres Verfassers rechtzeitig zur Verfügung.
In Mecklenburg konnten mir die Herren Stadtarchivare Dr. Dragendorff in Rostock
und Dr. Techen in Wismar mit reichhaltigen Zunftarchivalien an die Hand gehen.
Herr Dr. Techen bereicherte meine eigenen Aufzeichnungen noch durch wertvolle
Ergänzungen. Weiter veröffentlichte Herr Archivdirektor Geheimer Archivrat Dr. Grote-
fend in Schwerin im Hinblick auf mein Werk eine Studie über „Die Schweriner Zinn-
gießer bis 1800“. Endlich stellten mir die Herren Geheimrat Dr. Grotefend und
Museumsdirektor Professor Dr. Josephi in Schwerin ihre Auszüge und Notizen zur
Verfügung, die sie gemeinsam als Vorarbeit für eine von ihnen früher beabsichtigte
Veröffentlichung über die Zinngiesser Mecklenburgs zusammengetragen hatten. Wichtige
Angaben über die Zinnmarken Mecklenburgs enthalten Friedrich Schlies „Kunst- und
Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin“ und die vorläufig
im I. Bande vorliegenden, von Georg Krüger bearbeiteten „Kunst- und Geschichts-
Denkmäler des Freistaates Mecklenburg-Strelitz“.
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