Kekulé von Stradonitz, Reinhard [Editor]; Kekulé von Stradonitz, Reinhard [Oth.]
Die antiken Terrakotten (Band II): Die Terracotten von Sicilien — Berlin u.a., 1884

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ARCHITEKTONISCHE TERRACOTTEN UND RELIEFS,

A. ARCHITEKTONISCHE TERRACOTTEN.

Von plastischen figürlichen Terracotten, welche archi-
tektonisch verwendet wurden, kommen am häufigsten Stirn-
ziegel vor. Von diesen sind, wie natürlich, die meisten
bisher aus Selinus. Aber ich kenne auch solche aus Lily-
baion, Motyc, Gela, Kamarina, Syrakus, Naxos. Die häu-
figste Darstellung ist das Medusenhaupt, das in verschie-
denen Formen auftritt und an welches auch die späten
charakterlosen Köpfe wol anzuschliessen sind. Dann kommen I
vor Silcn- oder Satyrköpfe und nicht bestimmt zu bezeich-
nende Frauenköpfe.

l?'a- §3 'sl> ebenso wie ein ganz übereinstimmendes
zweites Exemplar, aus Selinus in das Museum in Palermo

Fig. 85, aus Selinus, ist im Museum zu Palermo, etwa
M. 0,15 hoch.

gekommen. Siehe Cavallari in den Notizie 1S76 Luglio
S. 272 und daselbst Taf. V, 1. Vergl. oben S. 15 f. Die
Entfernung vom Kinn zur höchsten Spitze am Haar beträgt
etwa M. o, iS.

Fig. 84 ist aus Lentinello's Nachlass im Museum in
Siracusa. Die Höhe ist M. 0,22.

F.bcndort sind Fig. 86, aus Motye, etwa M. 0,14 hoch,
und Fig. 87, aus Gela, von etwa M. o,iS Höhe.

Fig. S6.

Im Museum in Siracusa sind noch mehrere Sti
mit Gorgoneion, meist schlecht erhalten. Einer, der

■nziegel

Fig. ^4

Fig. $7.

ähnlich ist, ist in Ortygia gefunden, ein Bruchstück in
der Nekropolis dcl Fusco. — Bei HittortT Monuments de
Scgcste et de Selinonle (1S70) sind auf Taf. 2S, in zwei
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