Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Editor]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 2): He - Lysser — Heidelberg, 1905

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Knoeringer — Knüttel.

1277. Hugo de Kenneringen 1280. Johannes de Chöringen 1284. Salman de Knoringin 1289.
Humbertus de K. et uxor Guta 1297. Johann empfing d. d. Pfirt 1335. 22. 4. anstatt des Mark-
grafen von Hemmann von Heitwilr, R., die Vogtei zu Traubach und das Gericht zu Dammerkirch.
Herr Friedrich, R., 1343; sein dreieckiges Siegel an einer Urkunde 1376 im Reichsarchiv München
zeigt im Schilde einen Schrägrechtsbalken und die Umschrift: + S. FRIDERICI. MIL. DE. KNÖRINGEN.
Fritzmann gab 1370 mit Willen des Herzogs Leopold seine Lehen in Oltingen, Kestelbach, Neuweiler
und Altkirch auf und empfing sie in Gemeinschaft mit Ulmann von Pfirt. Ursel v. K., Witwe des
Hemmann von Sultzbach, hatte Güter in Nieder- und Ober-Morschweiler, Merxheim und Gebweiler
1432. Noble homme Jean de Knoering, 1454, 1456, chätelain de Porrentruy, lebte 1458, todt 1478.
Seine Söhne Wilhelm v. K. und Friedrich Knöringer wurden 1478 und 1500 mit Gülten in Neu-
weiler als Seßlehen in Thann belehnt. Das Siegel Wilhelms zeigt im Schilde den Schrägrechtsbalken
und auf dem Helme (wie es scheint) Pfauenfedern. Wilhelm, Königl. Hauptmann über 100 Pferde,
sollte 1498 in Mülhausen lagern; nach seinem Tode und w;ohl dem Erlöschen des Geschlechts empfing
1511 voriges Lehen sein Vetter Hans von Steinenbrunn. Fraglich ob hierher gehörig Burchard v. K,
1476 Oesterr. Rath im Elsaß und Vogt zu Rheinfelden, R. 1477. 8. 3. Ohne Zeitangabe werden

Heinricus de Cnoringen, monachus in Pairis et benefactor ordinis, f 28. 4.,
und Katharina de K, Nonne in Unterlinden, in den betreffenden Anniversärien-
büchern genannt.

Knoeringer. Gallus K., f 1532 als Prior des St. Magnus-Stiftes in Füßen,
Verfasser mehrerer Werke. Georg K, natürlicher Sohn des Georg von Knoe-
ringen, war Lieutenant des Schmalkaldischen Bundes, dann in Französischen
Diensten; sein Oheim Marcus v. K, Abt zu Reichenau, erbat 1536 für ihn,
daß er aus denselben in Kaiserliche Dienste treten dürfe. Er wurde 1546. 28. 1.
Bürger in Radolfzell, wo er ein Haus besaß, und verkaufte 1551. 26. 1. als
Jörg K. zu Girsperg den Swärzenhof in Hausen an der Aach. Sein Siegel zeigt
Knoeringer. 1546 im Schilde den Ring der von Knoeringen, darüber einen Stern; 1548 wird

er als Junker Jörg von Knoeringen bezeichnet, todt 1558; uxor: Anna von
Schinen, 1559 Witwe in Radolfzell.

Ohne Zusammenhang zu vorigem Geschlechte ist wohl Johann K, welcher von Kaiser Ferdinand III
d. d. Wien 1637. 23. 7. den Adelstand und andere Freiheiten erhielt; Wappen: geviert, 1 und 4 in

^ ein g. Greif, 2 und 3 in ^ drei g. Sparren; gekr. H.: zwei
g. ±j: übereck getheilte Büffelhörner; Hd.: g. (K. K. Adels-
Archiv in Wien.)

Knoll. Henricus dct, Knolle de Frikingen senior (Frickingen,
Dorf im B.-A. Ueberlingen), Eigenmann des Klosters St. Blasien,
stiftete 1317. 21. 3. mit seinen Söhnen Heinrich und Conrad ein
ewiges Licht im Kloster Salem.

Conradus Knoll, de Grieningen (Grüningen, B.-A. Villingen),
med. Dr., 1490 Rector der Universität Freiburg. Dem Johann
Knol in Freiburg hat der Hofpfalzgraf Wilhelm Boecklin von Boeck-
linsau 1568 sein bürgerliches Wappen mit Stechhelm aus Gnaden
gebessert. Wohl sein Nachkomme war der edle, hochgelehrte
und feste Herr Bartholomäus Knoll, der Rechte Licentiat, des Erz-
herzogs Leopold und der Rom. Kais. Majestät bevollmächtigter
Gubernator der Vorderösterreichischen Kammer, Rath und Amt-
mann der Grafschaft Kürnberg und der Stadt Kenzingen 1629.
Sein Siegel zeigt im gespaltenen Schilde zwei gegeneinander auf-
gerichtete Löwen und in einer darunter eingeschobenen Spitze
eine Lilie; auf gekr. Turnierhelme die Lilie zwischen offenem
Adlerfluge, darin die Löwen des Schildes. Anna Maria Knoll aus
Kenzingen, Priorin des Klosters Wonnenthal, f 1656. 14. 5.
KnolL Knopf. Der ehrsame Priester Herr Johans K. von Messe-

kilch (Meßkirch), Kirchherr zu Heuweiler, B.-A. Waldkirch, 1358.
Knüttel. Beiname eines Zweiges der Illikhuser in Konstanz. Die K. gehörten zu den Patrizier-
geschlechtern der Stadt Konstanz, welche sie beim Aufstande 1342 verließen. Johanns Illikhuser
den man nennt K, Chorherr zu St. Aulbrecht in Radolfzell, und seine Geschwister Heinzelin, Cünin,
Cläre, Agnese und Elsebeth empfingen Lehen von der Abtei Reichenau 1363; desgleichen Heinrichs
des K. von Konstanz Kinder Agnes, Gattin des Frick Rudolf von Allensbach, und Johannes der
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